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Dominikanische RepublikEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Einwohnerzahl beträgt rund 9,51 Millionen (2008), was einer Bevölkerungsdichte von 197 Personen pro Quadratkilometer entspricht. Rund 60 Prozent der Einwohner leben in Städten. 60 Prozent der Bevölkerung sind Mulatten, 28 Prozent Weiße und 11,5 Prozent Schwarze. Die Amtssprache in der Dominikanischen Republik ist Spanisch. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73,4 Jahren (2008). Ungefähr 90 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben. Daneben gibt es u. a. Anhänger der protestantischen Kirche, des Bahaismus und des Judentums. Neujahr wird in der Dominikanischen Republik am 1. Januar gefeiert, Epiphanie (Heilige Drei Könige, Día de los Reyes) am 6. Januar. Das Fest der Nuestra Señora de la Alta Gracia („Dankbare Muttergottes”) begeht man am 21. Januar. Am 26. Januar, dem Tag des Duarte, gedenken die Menschen Juan Pablo Duartes, dem die Dominikanische Republik ihre Unabhängigkeit von Haïti verdankt. Der Unabhängigkeitstag am 27. Februar erinnert an die Unabhängigkeit von Haïti im Jahr 1844. Der Carnaval erstreckt sich über mehrere Wochen im Frühling. Die Wiedererlangung der Unabhängigkeit wird am 16. August und der Tag der Nuestra Señora de las Mercedes („Barmherzige Muttergottes”) wird am 24. September gefeiert. Am Kolumbustag (12. Oktober) gedenkt man der „Entdeckung” Amerikas durch Christoph Kolumbus. An Weihnachten, am 25. Dezember, werden jedoch keine Geschenke ausgetauscht.
Größte Stadt der Dominikanischen Republik ist die Hauptstadt Santo Domingo, in der 2,30 Millionen Menschen leben. Weitere größere Städte sind Santiago de los Caballeros (908 000 Einwohner), La Romana (202 000 Einwohner), San Francisco de Macoris (156 000 Einwohner), La Vega, San Juan und Barahona.
Schulpflicht besteht in der Dominikanischen Republik für die Dauer von 9 Jahren. 85,4 Prozent der Bevölkerung können lesen und schreiben. Es gibt fünf Hochschulen, die älteste davon wurde 1538 in Santo Domingo gegründet.
Die Dominikanische Republik war der Ort, an dem sich die ersten Europäer als Kolonie in der Neuen Welt ansiedelten. Einige der Bauten aus der Kolonialzeit sind heute noch zu sehen. Europäischer Einfluss ist auch in der Kunst, Musik und Literatur spürbar. Der Nationaltanz Merengue entwickelte sich aber hauptsächlich aus afrikanischen Klängen und Tänzen.
Gemäß der Verfassung von 1966 ist die Dominikanische Republik eine präsidiale Republik. Die Exekutive liegt beim Präsidenten, der für vier Jahre direkt gewählt wird und seit der Verfassungsänderung von 1994 nicht unmittelbar wiedergewählt werden darf. Der Präsident ernennt die Minister, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und verfügt über eine Reihe von weit reichenden Notstandsbefugnissen. Die Legislative liegt beim Kongress, einem Zweikammerparlament, das sich aus dem Senat (32 Mitglieder) und dem Abgeordnetenhaus (150 Sitze) zusammensetzt. Beide Häuser werden für jeweils vier Jahre gewählt. Für Bürger ab dem 18. Lebensjahr besteht Wahlpflicht. Das Land ist in 29 Provinzen und einen Nationaldistrikt (den Hauptstadtdistrikt) gegliedert. Die Gouverneure der Provinzen werden von der Regierung ernannt; der Nationaldistrikt und die Kommunen werden von Räten (mindestens fünf Mitglieder) verwaltet. Die wichtigsten politischen Parteien sind der sozialdemokratische Partido Revolucionario Dominicano (PRD, Revolutionäre Dominikanische Partei), der konservative Partido Reformista Social Cristiano (PRSC, Christlichsoziale Reformpartei) und der Partido de la Liberación Dominicana (PLD, Dominikanische Befreiungspartei), der sich 1973 vom PRD abgespalten hatte.
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