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Dominikanische Republik

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Dominikanische Republik (Flagge und Hymne)Dominikanische Republik (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
7

Wirtschaft

Grundlagen der Wirtschaft sind der Tourismus, die Landwirtschaft und der Bergbau. Insbesondere die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die Wirtschaft ist aber nach wie vor auf den Export landwirtschaftlicher Güter konzentriert. Neben dem Hauptanbauprodukt Zuckerrohr werden Bananen, Kaffee, Kakao, Tabak und Sisalpalmen kultiviert. 83 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe verfügen aber nur über Anbauflächen unter 6,3 Hektar, die oft lediglich zur Subsistenzwirtschaft ausreichen. In den Tieflandgebieten herrscht Großgrundbesitz vor.

Vorhandene Bodenschätze werden nur in begrenztem Umfang abgebaut. Bauxit und Nickel gewannen Anfang der siebziger Jahre größere Bedeutung. Die Vorkommen von Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin sowie Eisenerz und Salz sind begrenzt. Der industrielle Sektor verarbeitet vor allem die heimischen Rohstoffe. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 32 Milliarden US-Dollar (2006; Dienstleistungen 61,8 Prozent, Industrie 26,2 Prozent, Landwirtschaft 12,1 Prozent). Daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 3 312,20 US-Dollar. 16 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 21 Prozent in der Industrie und 63 Prozent im Dienstleistungssektor.

7.1

Währung und Außenhandel

Landeswährung ist der Dominikanische Peso zu 100 Centavos. Exportiert werden vor allem Bergbauerzeugnisse, Rohrzucker, Kakao, Kaffee und Bananen, wichtigste Importprodukte sind Maschinen, Brennstoffe, Nahrungsmittel, chemische Erzeugnisse und Fahrzeuge. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, gefolgt von Venezuela, Mexiko, Japan und einigen Staaten der Europäischen Union (vor allem den Beneluxstaaten und Spanien).

7.2

Verkehrswesen

Die verkehrstechnische Erschließung ist gut. Das Straßennetz, das eine Gesamtlänge von 12 600 Kilometern besitzt, verbindet alle wichtigen Orte des Landes. Etwa 49 Prozent des Straßennetzes sind befestigt. Eisenbahnverbindungen spielen dagegen eine kleine Rolle. Das Schienennetz der staatlichen Eisenbahngesellschaft umfasst nur 142 Kilometer. Ein privates Schienennetz von etwa 16 000 Kilometer Länge dient ausschließlich dem Transport von Zuckerrohr und Bananen. Von den 15 Häfen sind neun auf den Außenhandel spezialisiert, vier auf den Küstenverkehr und zwei auf den Tourismus. Wichtigste Häfen sind Santo Domingo, San Pedro de Macoris, La Romana sowie Puerto Plata an der Nordküste. Durch den Aufschwung des Tourismus hat der Flugverkehr eine größere Bedeutung erlangt. Anfang der neunziger Jahre wurde der Flughafen von Santo Domingo zu einer regionalen Drehscheibe ausgebaut.

8

Geschichte

1492 entdeckte Christoph Kolumbus die Insel Hispaniola. Zu dieser Zeit war die Insel mehrheitlich von den Arawak besiedelt, einer der größten südamerikanischen indianischen Sprachfamilie, und lag wohl gerade in Konflikt mit den Kariben, die sich, nachdem sie die Arawak auf den Kleinen Antillen verdrängt hatten, nun den Großen Antillen zuwandten. Unmittelbar nach der Entdeckung durch Kolumbus besiedelten europäische Kolonisten die Insel, die sich rasch zum zentralen Stützpunkt der Spanier für die Entdeckung, Eroberung und Kolonisierung des karibischen Raumes entwickelte. Bereits im 16. Jahrhundert war die einheimische Bevölkerung der Insel weitgehend ausgerottet – durch Kriege und von den Europäern eingeschleppte Krankheiten. Und obwohl nun zunehmend schwarze Sklaven die indianische Bevölkerung als Arbeitskräfte ersetzten, verlor die Insel an wirtschaftlicher Bedeutung; zudem verlegte Spanien seinen Herrschaftsmittelpunkt auf das zentral- und südamerikanische Festland, nach Peru und Mexiko, so dass auch die politische Bedeutung der Insel schwand. Aufgrund der günstigen Strömungs- und Windverhältnisse sowie der klimatischen Verhältnisse blieb Hispaniola jedoch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts von besonderer strategischer Bedeutung.

8.1

Der Weg in die Unabhängigkeit

1679 musste Spanien im Frieden von Rijswijk den überwiegend von Schwarzen sowie französischen Kolonisten bewohnten Westteil, das spätere Haïti, an Frankreich abtreten. Im Frieden von Basel verlor Spanien 1795 auch den vor allem von Weißen und Mulatten besiedelten Ostteil der Insel an Frankreich. Mit militärischer Unterstützung Großbritanniens bezwangen spanische Kreolen 1808/09 die haïtianisch-französischen Truppen im Ostteil der Insel, der nun wieder unter spanische Oberhoheit kam. Am 1. Dezember 1821 erklärte sich der Osten für unabhängig, aber bereits im Februar 1822 besetzten wiederum haïtianische Truppen das Land, das nun der Herrschaft des Nachbarlandes unterstellt wurde. 1844 löste sich der Osten durch einen Aufstand aus der haïtianischen Herrschaft, erklärte am 27. Februar 1844 erneut seine Unabhängigkeit und gab sich den Namen Dominikanische Republik.

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