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Dominikanische Republik

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Dominikanische Republik (Flagge und Hymne)Dominikanische Republik (Flagge und Hymne)
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8.7

Rückkehr der alten Kräfte

Dies begünstigte den Wiederaufstieg Balaguers: Mit den Wahlen von 1986 kehrte er in das Präsidentenamt zurück, und 1990 und 1994 wurde er jeweils mit knapper Mehrheit im Amt bestätigt. Balaguer verfolgte nun einerseits einen populistischen Kurs, andererseits provozierte er mit seiner Sparpolitik, die er auf Druck des Internationalen Währungsfonds durchführte, immer wieder Streiks und Unruhen, teilweise auch blutige Auseinandersetzungen. In der Zeit nach dem Sturz Jean-Bertrand Aristides in Haïti 1991 bis zu dessen Wiedereinsetzung 1994 spielte die Dominikanische Republik eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der internationalen Boykotte und Handelssperren, die gegen das Nachbarland verhängt worden waren.

Nachdem nach den Wahlen von 1994 schwere Zweifel an deren Rechtmäßigkeit laut geworden waren – man warf Balaguer und seiner Partei Wahlfälschung zu seinen Gunsten vor –, wurden noch 1994 vorgezogene Neuwahlen für 1996 anberaumt. Aus dem ersten Wahlgang 1996 ging der Kandidat des oppositionellen PRD mit dem größten Stimmenanteil hervor; im zweiten Wahlgang setzte sich dann jedoch Leonel Fernández Reyna vom Partido de la Liberación Dominicana (PLD) durch, nachdem seine Partei ein Wahlbündnis mit dem noch regierenden PRSC geschlossen hatte. Unter Fernández’ Regierung erlebte die Wirtschaft ein stabiles Wachstum; Kritiker bemängelten allerdings, dass von dem Wirtschaftswachstum und dem daraus resultierenden größeren Wohlstand die Armen praktisch überhaupt nicht profitierten.

Aus den Präsidentschaftswahlen vom Mai 2000 ging der Kandidat des Partido Revolucionario Dominicano (PRD), Hipólito Mejía, als Sieger hervor. Zwar hatte er die im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit knapp verpasst, aber der Zweitplatzierte, Danilo Medina vom regierenden PLD, hatte auf einen zweiten Wahlgang verzichtet. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger suchte Mejía die Situation der Armen zu verbessern; jedoch rutschte unter seiner Regierung die Wirtschaft in eine schwere Rezession, die Inflation erhöhte sich auf fast 45 Prozent, und die Verschuldung im Ausland stieg rapide. Bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2004 unterlag Mejía daher wie erwartet seinem Vorgänger Fernández klar; Fernández versprach eine neuerliche Stabilisierung der Wirtschaft und erklärte, mit den USA über die immensen Auslandsschulden seines Landes verhandeln zu wollen.

Im Mai 2004 wurde Hispaniola von anhaltenden, starken Regenfällen heimgesucht, in deren Folge es vor allem im Binnenland des dominikanisch-haïtianischen Grenzgebietes zu schweren Überschwemmungen kam. Hochwasser- und Schlammfluten zerstörten zahlreiche Häuser und sogar ganze Ortschaften und forderten in der Dominikanischen Republik hunderte Todesopfer.

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