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Windows Live® Suchergebnisse Thomas Alva EdisonEnzyklopädieartikel
Thomas Alva Edison (1847-1931), amerikanischer Erfinder, der u. a. ein elektrisches Kraftwerkssystem, ein Tonaufnahmegerät und einen Filmprojektor entwickelte und damit nachhaltigen Einfluss auf die moderne Gesellschaft ausübte. Edison wurde am 11. Februar 1847 in Milan (Ohio) geboren. Er besuchte kurze Zeit die Schule in Port Huron (Michigan), wobei er in seiner Freizeit mit Druckmaschinen sowie elektrischen und mechanischen Apparaten experimentierte. 1862 brachte er eine Wochenschrift heraus, den Grand Trunk Herald. Diesen druckte er in einem Güterwagen, der ihm als Laboratorium diente. Weil er dem Kind eines Bahnbeamten das Leben gerettet hatte, durfte er als Belohnung telegraphieren lernen. Während seiner Tätigkeit als Telegraphist machte er seine erste wichtige Erfindung, ein telegraphisches Übertragungsgerät, mit dem Nachrichten automatisch über eine zweite Leitung gesendet werden konnten. Danach erfand er einen Stimmenrekorder, der jedoch zu unpraktikabel war, um als Serienprodukt hergestellt werden zu können. Außerdem entwarf er einen Drucker für Aktienkurse, den er auch teilweise selbst konstruierte. Später, als er bei der Gold and Stock Telegraph Company in New York angestellt war, verbesserte er die Apparate und den Service der Firma. Durch den Verkauf telegraphischer Geräte verdiente Edison 40 000 US-Dollar; mit dem Geld richtete er 1876 sein eigenes Labor ein und entwickelte ein automatisches Telegraphensystem, mit dem Nachrichten schneller und weiter gesendet werden konnten. Bei der Entwicklung des Telefons, das der amerikanische Physiker und Erfinder Alexander Graham Bell erst kurz zuvor erfunden hatte, war Edisons Erfindung des Kohlenkörnermikrophons von besonderer Bedeutung. Seine Versuche, den Telegraphen zu verbessern, führten ihn 1877 zur Erfindung eines Phonographen, bei dem ein Ton mechanisch auf einer Walze mit Stanniol aufgezeichnet werden konnte. Zwei Jahre später verbesserte Edison, unabhängig von dem britischen Techniker Thomas Swan, die erste elektrische Glühlampe (siehe elektrische Beleuchtung). Diese neuartige Lichtquelle war 1854 von dem deutschen Uhrmacher Heinrich Goebel erfunden worden; es handelte sich dabei um eine Kohlenstoff-Faden-Glühlampe. Edison arbeitete unverzüglich an der Verbesserung der Glühbirnen und Dynamos zur Erzeugung des erforderlichen elektrischen Stromes. 1882 entwickelte er das erste öffentliche Elektrizitätswerk in New York. Edison verwendete allerdings Gleichstrom, der später durch das Wechselstromsystem der amerikanischen Erfinder Nikola Tesla und George Westinghouse ersetzt wurde. 1887 verlegte Edison seinen Arbeitsbereich von Menlo Park (New Jersey) nach West Orange (New Jersey), wo er ein großes Laboratorium zum Experimentieren und Forschen errichtete. (Sein Haus und das Labor wurden 1955 als Edison National Historic Site eingerichtet.) 1888 erfand er das Kinetoskop, den ersten Apparat, bei dem durch schnelle Aufeinanderfolge einzelner Bilder ein Film erzeugt wurde. Zu seinen späteren bemerkenswerten Erfindungen gehörte der Edison-Sammler (eine alkalische Nickel-Eisen-Batterie). Die Batterie war äußerst robust und besaß pro Gewichtseinheit eine hohe elektrische Kapazität. Edison entwickelte weiterhin ein Grammophon, bei dem der Ton auf eine Scheibe anstatt auf eine Walze geprägt wurde und durch eine Diamantnadel übertragen wurde. Durch Synchronisierung des Grammophons und des Kinetoskops produzierte Edison 1913 den ersten Tonfilm (siehe Geschichte des Filmes). Zu Edisons weiteren Entdeckungen gehören der Mimeograph, das Mikrotasimeter (zum Nachweis winziger Temperaturänderungen) und eine drahtlose telegraphische Methode zur Verständigung in fahrenden Zügen. Beim Ausbruch des 1. Weltkrieges entwarf, baute und betrieb Edison Werke, in denen Benzol, Phenol und Anilinverbindungen hergestellt wurden. 1915 wurde er zum Präsidenten des amerikanischen Navy Consulting Board ernannt, eine Stellung, in der ihm wertvolle Entdeckungen gelangen. Seine spätere Tätigkeit bestand in erster Linie darin, frühere Erfindungen zu verbessern. Edison ließ sich insgesamt über 1 000 Erfindungen patentieren. Er war eher ein Techniker als ein Wissenschaftler und trug zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nur wenig bei. 1883 beobachtete Edison den Elektronenstrom von einem erhitzten Glühfaden zu einer positiven Elektrode im Vakuum. Diese Erscheinung bezeichnete man später als Edison-Effekt. 1878 wurde Edison zum Chevalier der Légion d’honneur Frankreichs ernannt, und 1889 wurde er Komtur der Légion d’honneur. 1892 erhielt er die Albert-Medaille der Royal Society of Arts von Großbritannien und 1928 die Congressional Gold Medal für die Entwicklung und Nutzanwendung von Erfindungen, welche die Welt im 19. Jahrhundert revolutionierten. Edison starb am 18. Oktober 1931 in West Orange.
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