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  • Hethiter – Wikipedia

    Die Hethiter waren ein kleinasiatisches Volk des Altertums mit einer indoeuropäischen Sprache. Die Hethiter bildeten im 2. Jahrtausend v. Chr. ein Großreich.

  • Die Hethiter

    Die Hethiter Eine kurze Zusammenfassung des heutigen Wissensstandes über die Hethiter müßte etwa so lauten: Das Reich der Hethiter entstand im 17.

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Hethiter

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HethiterreichHethiterreich
Artikelgliederung
1

Einleitung

Hethiter (hebräisch Chittim), ehemaliges Volk im östlichen Kleinasien, das das Reich Hatti im zentralen Hochland des heutigen Anatolien (Türkei) gründete und Gebiete im Norden Syriens bewohnte. Die Hethiter, deren Ursprung unbekannt ist, verwendeten eine indogermanische Sprache. Sie drangen um 2000 v. Chr. in Kleinasien ein und zwangen der Bevölkerung ihre Herrschaft, Sprache und Kultur auf. Nesa (in der Nähe der heutigen Stadt Kayseri, Türkei) war die Stadt, die von den Hethitern gegründet wurde. Kurz nach 1800 v. Chr. wurde die Stadt Hattusa (in der Nähe der heutigen Stadt Boğazkale) erobert. Bis zur Gründung des so genannten Alten Reiches im 17. Jahrhundert v. Chr. sind keine geschichtlichen Aufzeichnungen über die Hethiter bekannt. Es wurde von Fürst Anitta mit Hattusa als Hauptstadt gegründet. Dieser eroberte nahezu das gesamte Gebiet Zentralanatoliens und dehnte seinen Machtbereich bis zum Mittelmeer aus. Seine Nachfolger setzten die Eroberungen in Nordsyrien fort. Hattusili I. (Regierungszeit etwa 1590-1560 v. Chr.) eroberte die Stadt Aleppo (heute Syrien), sein Sohn Mursili I. (Regierungszeit etwa 1560-1531 v. Chr.) unterwarf mehrere nordsyrische Städte und besiegte schließlich Babylon. Nach der Ermordung Mursilis folgte eine Zeit innerer Streitigkeiten, die das Reich außenpolitisch schwächten und erst von dem mächtigen König Suppiluliuma beendet wurden.

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Das Neue Reich

Um 1370 v. Chr. wurde das so genannte Neue Reich von König Suppiluliuma (Regierungszeit um 1370 bis 1335 v. Chr.) gegründet. Nachdem er sein Land befreit hatte und sein wichtigster Feind, das Königreich Mitanni im Norden Mesopotamiens, besiegt war, zog er mit seiner Armee in Syrien ein. Seine Eroberungen im ägyptisch besetzten Syrien wurden durch die Führungsschwäche des ägyptischen Pharao Echnaton (Amenophis IV.) wesentlich erleichtert. Als sich Suppiluliuma bei der Sicherung der Reichsgrenzen auch gegen die Churriter im Norden durchgesetzt hatte, besaß das Königreich Hatti eine gleichberechtigte Stellung neben den Großmächten Ägypten und Babylonien. Nach dem Tod von Suppiluliuma konnten die Hethiter ihr Großreich nur durch ständige Kriegsführung aufrechterhalten. Während des 15. und 14. Jahrhunderts v. Chr. erweiterten sie ihre Gebiete im Westen bis zum Ägäischen Meer, im Osten bis nach Armenien, im Südosten um den nördlichen Teil von Mesopotamien und im Süden um das Land Syrien bis zur Grenze des heutigen Libanon.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts v. Chr. waren die Hethiter in mehrere Konflikte mit den Ägyptern verwickelt. Die beiden Großmächte kämpften um die Kontrolle über Syrien. Dies führte unter König Muwatalli (Regierungszeit um 1295 bis 1282 v. Chr.) zum Krieg mit dem ägyptischen Pharao Ramses II. Da die Schlacht bei Kadesch (1285 v. Chr.) keine eindeutige Entscheidung bringen konnte, schloss der Hethiterkönig Hattusili III. (Regierungszeit um 1275 bis 1250 v. Chr.) einige Jahre später einen Friedensvertrag mit Ägypten, der freundschaftliche Beziehungen zwischen Hethitern und Ägyptern begründete. Um 1200 v. Chr. stießen phrygische Stämme nach Anatolien und die so genannten „Seevölker” nach Syrien vor und vernichteten das Hethiterreich.

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Die hethitischen Stadtstaaten

Dem Untergang des Reiches folgten Aufruhr und Kämpfe. Als Folge davon wanderten einige hethitische Stadtstaaten, der berühmteste davon war Karkemisch, nach Südostanatolien und Nordsyrien ab. Sie wurden von einer ethnisch gemischten Gruppe bevölkert, deren Mitglieder in erster Linie aus der Bevölkerung des früheren Hethiterreiches und den ursprünglichen Bewohnern von Hatti und Syrien bestanden. Ihre Herrscher benutzten die luwische Sprache, die in Hieroglyphen geschrieben wurde. Im 10. Jahrhundert v. Chr. wurden einige dieser Stadtstaaten von den Aramäern erobert. Die restlichen Teile des Gebiets wurden um 715 v. Chr. von Sargon II. dem Assyrischen Reich als Provinzen angegliedert. Auch nach der Eroberung von ganz Syrien durch die Assyrer behielt es den Namen Hatti bei.

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Frühe Quellen und Texte

Die wichtigsten Informationsquellen über die Frühzeit des Hethiterreiches sind ägyptische Geschichtsbücher, besonders jene aus der Zeit der 19. Dynastie, und früheste Aufzeichnungen der Bibel, in denen die Hethiter „Söhne von Heth” genannt werden, was sich wohl auf den Zeitraum der Hethiterkönigreiche bezieht.

1906 wurden bei Ausgrabungen in der Nähe von Boğazkale die königlichen Archive der Hethiter entdeckt. Diese Entdeckungen lassen Zweifel an der ägyptischen Geschichtsschreibung aufkommen. So werden dort z. B. bestimmte Schlachten als Siege der Hethiter erwähnt, während sie in ägyptischen Aufzeichnungen als ägyptische Siege verbucht werden. Die Entdeckung der Archive war für die Historiker von besonderer Bedeutung, da sie dadurch nicht nur in die Lage versetzt wurden, die hethitische Sprache zu entziffern, sondern auch aufschlussreiche Informationen über die verschiedensten Aspekte der hethitischen Kultur, wie politische Organisationen, Gesetzgebung, Religion und Literatur, gewinnen konnten.

Die meisten Texte, die in den Archiven gefunden wurden, waren in hethitischer Sprache geschrieben, wichtige Verträge und Staatsdokumente wurden jedoch in akkadischer Sprache, der überregionalen Sprache jener Zeit, abgefasst, andere Texte in der hurritischen Sprache, die mit keiner bekannten Sprachgruppe verwandt ist und im südöstlichen Anatolien und im nördlichen Mesopotamien gesprochen wurde. Die Hethiter benutzten die Keilschrift, die sie von den Babyloniern übernommen hatten, verwendeten jedoch auch ein System von Hieroglyphen, um eine Sprache zu notieren, die dem Hethitischen verwandt war (möglicherweise ein Dialekt des Luwischen). Historische Aufzeichnungen weisen auf eine hoch entwickelte Literatur der Hethiter hin.

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