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HondurasEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Die Landwirtschaft ist die wichtigste Stütze der Wirtschaft. Die Regierung plant, den Bereich der industriellen Fertigung zu fördern, die Infrastruktur zu verbessern und Wasserkraftwerke zu entwickeln. 39,6 Prozent des Strombedarfs werden durch Wasserkraft erzeugt (2003). Von den rund 3,02 Millionen Erwerbstätigen sind ungefähr 39 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt. Zum Bruttoinlandsprodukt trägt die Landwirtschaft rund 20 Prozent, die Industrie circa 31 Prozent, die Dienstleistungen etwa 49 Prozent (1998) bei. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 9 235 Millionen US-Dollar (2006).
Rund 16 Prozent der Fläche von Honduras sind Agrarland. Bewirtschaftet werden vor allem die Küstenebenen. Kaffee und Bananen werden überwiegend für den Export angebaut. Für den Eigenbedarf werden Mais, Trockenbohnen, Kartoffeln und Reis, ferner Zitrusfrüchte und Ananas kultiviert. Der Viehbestand umfasst vorwiegend Rinder und Schweine. Geflügel wird hauptsächlich für den Eigenverbrauch gezüchtet. 1998 suchte Honduras ein Hurrikan heim, der Sachschäden in Höhe von mindestens fünf Milliarden US-Dollar anrichtete und 12 000 bis 13 000 Todesopfer forderte; die Infrastruktur des Landes wurde zerstört. Noch bevor die Schäden behoben waren, bescherte ein Hochwasser 1999 Honduras eine erneute Katastrophe. In Fachkreisen geht man davon aus, dass diese Katastrophen das Land in seiner wirtschaftlichen Entwicklung um Jahre, wenn nicht gar um Jahrzehnte zurückwerfen.
Die Forstwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftszweig des Landes. Allerdings schreitet dadurch auch die Zerstörung der üppigen tropischen Regenwälder in Honduras zusehends voran. Allein 1998 rodete die Holz verarbeitende Industrie 6,92 Millionen Kubikmeter Holz. Programme zur Wiederaufforstung werden durch schonungslose Rodungsmethoden und eine mangelhafte Verkehrsinfrastruktur behindert. Wertvolle Holzarten sind Kiefer, Mahagoni, Ebenholz, Walnuss und Rosenholz. Der Fischfang umfasst hauptsächlich Schalentiere.
Honduras besitzt reiche Vorkommen an Silber, Zink und Blei. Weitere, größtenteils nicht geförderte Bodenschätze sind Eisenerz, Kohle, Kupfer und Antimon.
Seit Mitte der fünfziger Jahre ist die Bedeutung der Industrie in Honduras beträchtlich gewachsen. Die wichtigsten Industriegebiete liegen in der Umgebung der Hauptstadt und in den Städten San Pedro Sula und dem Freihafen Puerto Cortés.
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