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Windows Live® Suchergebnisse TripolitanienEnzyklopädieartikel
Tripolitanien (griechisch Tripolis), historische Region im Nordwesten Libyens, die sich etwa 800 Kilometer entlang des Mittelmeeres erstreckt. Die Küste ist meist flach und sandig, im Nordosten bergig. Das Landesinnere ist von Hügeln durchsetzt. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Arabern. Landwirtschaftliche Erzeugnisse sind vor allem Hafer und verschiedene tropische Früchte, und es wird auch Salz gewonnen. Wichtige Industriezweige sind Ölraffinerien, Baumwollmanufakturen, Gerbereien und Seifenfabriken. Im 7. Jahrhundert v. Chr. war Tripolitanien eine phönikische Kolonie, später wurde es dem Reich der Karthager angeschlossen. Nach den Punischen Kriegen fiel es an Rom und wurde in eine der römischen Provinzen eingegliedert. Im 5. Jahrhundert kam das Gebiet unter die Herrschaft der Wandalen, im 6. Jahrhundert zum Byzantinischen Reich, später unter arabische Herrschaft. Während des 12. Jahrhunderts war Tripolitanien von Normannen aus Sizilien besetzt, 1510 eroberte König Ferdinand V. von Kastilien die Stadt Tripoli. 1530 stellte Ferdinand die Stadt unter die Herrschaft des Johanniterordens, dieser wurde jedoch 1551 von türkischen Seeräubern vertrieben. Von da an blieb Tripolitanien bis 1912 unter der Regentschaft des Osmanischen Reiches, wobei sich jedoch die Autorität des Sultans bis 1835 kaum bemerkbar machte. Während dieser Zeit war Tripolitanien eine Hochburg der Piraterie. Da auch Schiffe und Bürger europäischer Herkunft Opfer arabischer Piraten geworden waren, wurde Tripoli mehrmals von europäischen Expeditionstrupps angegriffen. 1911 brach der Italienisch-Türkische Krieg aus, 1912 fiel Tripolitanien an Italien. 1934 wurde Tripolitanien an die italienische Kolonie Libyen angeschlossen, die ihrerseits 1939 Teil des Königreiches Italien wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Tripolitanien unter britische Verwaltung gestellt. Seit 1951 gehört es zu Libyen. Siehe auch Cyrenaika.
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