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Windows Live® Suchergebnisse Stephan II. (III.)Enzyklopädieartikel
Stephan II. (III.), (gestorben 757), Papst (752-757). Während seines Pontifikats wurde der Kirchenstaat geschaffen und die Verbindung des Papsttums mit dem Frankenreich begründet. Stephan entstammte einer römischen Adelsfamilie und war Diakon, als er nach dem Tod seines gerade erst gewählten Vorgängers Stephan (II.) am 26. März 752 zum Papst erkoren wurde. Als er sein Pontifikat antrat, wurde Rom von den Langobarden unter König Aistulf, die bereits Ravenna und andere Teile Italiens erobert hatten und die Herrschaft auch über Rom beanspruchten, bedroht. Da weder Verhandlungen mit den Langobarden fruchteten, noch der byzantinische Kaiser Konstantin V. Unterstützung sandte, wandte sich Stephan an den Frankenkönig Pippin III. um Hilfe und reiste als erster Papst über die Alpen nach Norden, ins Frankenreich. In Ponthion (nahe Châlons-sur-Marne) wurde er am 6. Januar 754 von Pippin empfangen, warf sich ihm zu Füßen und erbat die Hilfe des Königs. Nach einigen Verhandlungen schlossen Papst und König am 14. April in Quierzy (bei Laon) einen „Bund gegenseitiger Liebe”, und Pippin sagte dem Papst nicht nur den Schutz der römischen Kirche zu, sondern garantierte ihm in der so genannten Pippin’schen Schenkung auch Rom sowie Ravenna, das Exarchat und weitere große, teilweise von den Langobarden besetzte Gebiete in Nord- und Mittelitalien als rechtmäßigen Besitz. Sozusagen als Gegenleistung und um die Legitimität des Königtums Pippins zu festigen, salbte Stephan am 28. Juli 754 Pippin ein zweites Mal (die erste Salbung hatte Bonifatius 751 vorgenommen) und verlieh ihm und seinen Nachkommen als künftigen Schutzherren des Papsttums den Titel Patricius Romanorum; auf ihm bzw. der zugehörigen Funktion gründete die künftige enge Verbindung zwischen Papsttum und Frankenreich bzw. frühem Heiligen Römischen Reich. Noch 754 unternahm Pippin einen ersten Feldzug gegen die Langobarden, konnte sie aber erst in einem zweiten Feldzug 756 endgültig aus Italien vertreiben. Die eroberten Gebiete übergab er wie vereinbart dem „heiligen Petrus und seinen Nachfolgern“ und der römischen Kirche. Damit waren die Grundlagen des Kirchenstaates geschaffen und hatte sich die römische Kirche aus der Vorherrschaft des Byzantinischen Reiches gelöst. Stephan II. starb am 26. April 757 in Rom.
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