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  • Seldschuken

    Timeline. Seldschuken: Weitere Infos hier in http://geocities.com/egfroth1/Seljuqs.htm http://www.artarena.force9.co.uk/seljuks.htm: Der Name der Seldschuken geht auf Seldschuk ...

  • Seldschuken – Wikipedia

    Die Seldschuken (1040-1194) (auch seldschukische Türken [1] , Seldschuk-Türken , Großseldschuken [2] , Seldschuqen ; türkisch : Selçuklular , persisch سلجوقيان ...

  • Seldschuken | ANATOLIEN magazin

    Inmitten des Stadtzentrums der mittelanatolischen Großstadt Konya befindet sich der Alaaddin-Hügel, von dem man weite Teile der Stadt überblicken kann.

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Seldschuken

Enzyklopädieartikel

Seldschuken, türkisches Herrschergeschlecht im 11. und 12. Jahrhundert. Begründer des Geschlechts war Seldschuk (um 1000), ein Ogusen-Häuptling, der mit seinem Stamm islamisiert worden war. Von ihren Stammessitzen in Transoxanien aus bekämpften die Seldschuken die Ghasnawiden, eine türkische Dynastie in Afghanistan, und ließen sich im frühen 11. Jahrhundert in der iranischen Provinz Khorasan nieder. Zwischen 1040 und 1055 eroberten sie unter dem Heerführer Togril Beg große Teile des heutigen Iran und Irak. Togril Beg drang weiter nach Westen vor, entmachtete die persisch-schiitische Bujiden-Dynastie in Bagdad und setzte sich als Führer der orthodoxen Sunniten in Szene. Togril Beg wurde vom Kalifen zum Sultan ernannt; von nun an stand der östliche Islam unter türkischer Führung.

Unter Alp Arslan und Melikschah, den Nachfolgern von Togril Beg, konnten die Seldschuken ihr Reich nach Syrien, Palästina und Anatolien ausdehnen: Das großseldschukische Reich entstand. Alp Arslan siegte über das Byzantinische Reich in der Schlacht von Mantzikert in Armenien (1071). Diese schwere Niederlage sowie hundert Jahre später (1176) der Sieg der Seldschuken bei Myriokephalon leitete den Niedergang Konstantinopels und seine schließliche Eroberung durch die osmanischen Türken ein. Die Bedrohungen durch die Seldschuken stellten einen Anlass für den ersten Kreuzzug dar. Das seldschukische Staatswesen wurde von Malikschahs Wesir Nisam al-Mulk konsolidiert und ausgebaut. Er förderte Kunst und Kultur und ließ so genannte Medresen errichten, um dort Theologen im rechten (sunnitischen) Glauben auszubilden. Die Sekte der Ismailiten ließ er verfolgen. Nach dem Tod von Melikschah und seinem Wesir Nisam al-Mulk wurde das Reich zwischen den Söhnen von Melikschah aufgeteilt. Die Macht der Seldschuken nahm danach stetig ab: Unabhängige Kleinfürstentümer bekriegten sich gegenseitig. Das bedeutendste dieser Teilreiche schufen die Rum-Seldschuken in der heutigen Türkei; die Hauptstadt Konya entwickelte sich zu einem Zentrum der islamischen Architektur, der Dichtkunst und des Sufismus. Mit den Rum-Seldschuken wurde dieses bis dato hellenistisch-byzantinisch geprägte Gebiet türkisiert. Mit Rum (Rom) bezeichneten die Seldschuken Konstantinopel und dessen Bewohner als (Nachkommen der) Römer.

Der Niedergang des seldschukischen Reiches ermöglichte den Aufstieg der Aijubiden-Dynastie, die unter Sultan Saladin ihren Höhepunkt fand. Die Schwäche der Seldschuken im Osten ließ den Mongolensturm ungebremst nach Westen vordringen.

Die Seldschuken brachten bedeutende Staatsmänner hervor: Togril Beg, Alp Arslan, Melikschah und Nisam al-Mulk. Bagdad, Isfahan, Damaskus, Aleppo und Mossul blühten auf; Handel und Gewerbe wurden gefördert. Wagemutige Architekten errichteten eindrucksvolle Gebäude wie die Freitagsmoschee in Isfahan, die sich mit den christlichen Kirchen in jeder Hinsicht messen konnten. Die seldschukische Kunst (Töpferwaren, Glas- und Metallarbeiten, Holzschnitzerei, Teppiche etc. ) brachte Meisterwerke hervor. An den Höfen wirkten Dichter wie Djalal ad-Dini Rumi, Saadi und Omar-e Chajjam. In der Religionspolitik zeigten sich die Seldschuken tolerant gegenüber Juden und Christen, nicht aber gegenüber den Schiiten.

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