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Sierra LeoneEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Schmuck- und Industriediamanten sind mit Abstand die bedeutendsten Mineralerzeugnisse Sierra Leones. Bauxit und Rutil werden in Sierra Leone auch abgebaut und exportiert.
Die industrielle Fertigung beschränkt sich hauptsächlich auf die Verarbeitung von Primärerzeugnissen wie Palmkerne, Palmöl und Reis. Leichtindustrien wie z. B. die Möbel-, Textil-, Zigaretten- und Zementherstellung wurden ausgebaut. Außerdem besitzt Sierra Leone eine Raffinerie für importiertes Erdöl.
Rund 20 Prozent der Exporteinnahmen des Landes gehen auf Diamanten zurück. Der Rest wird über den Export anderer Minerale und landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Kaffee und Kakao eingenommen. Die wichtigsten Importgüter sind mineralische Brennstoffe, Maschinen, Fahrzeuge und Lebensmittel. Die bedeutendsten Handelspartner sind Großbritannien und die Niederlande.
Das Eisenbahnnetz wurde zugunsten eines etwa 11 300 Kilometer langen Straßennetzes (2002) fast völlig stillgelegt. 8 Prozent der Straßen sind befestigt. Insgesamt gibt es etwa 790 Kilometer Binnenwasserstraßen, von denen die meisten drei Monate im Jahr schiffbar sind. Freetown, Pepel und Bonthe sind die wichtigsten Häfen. Internationale Flugverbindungen werden von den Sierra Leone Airlines und mehreren ausländischen Fluggesellschaften angeboten. In Lungi bei Freetown gibt es einen internationalen Flugplatz.
Den Namen Sierra Leone („Löwengebirge”) verdankt das Land dem portugiesischen Seefahrer Pedro da Cintra, der 1460 die Küste des Landes erreichte. In der Folgezeit richteten die Portugiesen, aber auch die Engländer hier Handelsstützpunkte ein, die vorwiegend dem Sklavenhandel dienten.
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