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Windows Live® Suchergebnisse FallenfangEnzyklopädieartikel
Fallenfang, Fang von Tieren mit Hilfe mechanischer Vorrichtungen. Eine Falle kann so ausgelegt sein, dass sie das gefangene Tier tötet, verletzt oder unversehrt fängt. In Deutschland sind nur Fallen zulässig, die ein Tier unversehrt fangen oder sofort töten. Der Fang frei lebender Tiere unterliegt gesetzlichen Beschränkungen und ist für die meisten Arten nicht erlaubt. Häufig werden in Fallen Lockmittel (Köder) eingesetzt – besonders für den Fang mancher Insekten wie Borkenkäfer benutzt man artspezifische Sexuallockstoffe. Tiere werden wegen ihrer Häute, Felle oder ihres Fleisches gefangen, weil sie als Schädlinge oder als Gefahr für den Menschen betrachtet werden, weil sie umgesiedelt werden sollen, aus wissenschaftlichen Gründen, für Zoos oder aus Jagdlust. Seit vorgeschichtlicher Zeit haben Menschen eine Vielfalt von Fallen entwickelt. Fallenstellerei wird heute noch von vielen Kulturen auf der ganzen Welt betrieben. Mit der Besiedlung der Neuen Welt durch Europäer entwickelte sich aus dem Fallenfang der bedeutende Wirtschaftszweig des Pelztierhandels, dessen Niedergang erst mit der Entwicklung der Pelztierfarmen einsetzte (siehe Pelzgewerbe). Heute sehen sich Pelztierjäger immer häufiger aus ökologischen Gründen und aus Gründen des Tierschutzes der Kritik ausgesetzt. Das Töten angeblich „schädlicher” Raubtiere ist ein Eingriff in das Gleichgewicht der Natur, und etliche Pelztiere gelten als bedrohte Arten. Da jede Art besondere Verhaltensweisen hat, gibt es eine fast unbegrenzte Vielfalt von Fallen. Sie können grob in drei Gruppen eingeteilt werden. Es gibt Fallen, die das Tier fangen, ohne es zu verletzen, solche, die es mit Verletzungsrisiko fangen und solche, die es töten. Fangeinrichtungen, die das Tier normalerweise nicht verletzen, sind Netze, Pferche oder geschlossene Fallen, deren Eingänge sich verschließen, wenn ein Tier hineinläuft. Eine solche Falle kann auch einen trichterförmigen Eingang haben, den das Tier nur in einer Richtung leicht passieren kann. Fallen, die schwere Verletzungen verursachen, sind vor allem Fangeisen, die zuschnappen, wenn das Tier auf sie tritt. Wenn das Tier versucht freizukommen, kann es sogar das eingeklemmte Bein abbeißen. Fallen, die mit Schlingen arbeiten, können Tiere erdrosseln. Aus diesem Grund sind derartige Fallen in vielen Ländern verboten. Fallen, die das gefangene Tier sofort töten sollen, sind beispielsweise Mausefallen. In der Praxis werden mit Schlagfallen gefangene Tiere beim Zuschlagen der Falle häufig jedoch nicht so verletzt, dass sofort der Tod eintritt. Von der Europäischen Union, Kanada und der Russischen Föderation wurde 1998 ein Übereinkommen über internationale humane Fangnormen beschlossen. Zu Insektenfallen siehe Schädlingsbekämpfung. Nicht nur Menschen verwenden Fallen. Auch im Tierreich nutzen manche Arten Fallen, Köder oder Netze, um Beute zu machen. Zwei auffallende Beispiele sind Ameisenjungfern und Spinnen. Siehe auch Insekten fressende Pflanzen
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