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Paul Signac

Enzyklopädieartikel

Paul Signac (1863-1935), französischer Maler, nach Georges Seurat Hauptrepräsentant des Pointillismus. Signac stammte aus Paris und malte zunächst unter dem Einfluss Claude Monets im impressionistischen Stil, bis er 1884 mit Seurat in Berührung kam, mit dem er den neuen, auf der Verwendung reiner, in winzigen Partikeln aufgetragener Farbe basierenden Malstil des Pointillismus entwickelte. Wie sein künstlerischer Weggefährte zeigte Signac großes Interesse an den ästhetischen Theorien von Charles Henry, an dessen Büchern er zeitweise mitarbeitete. Signacs bevorzugte Sujets waren Häfen und Seestücke (Der Hafen von Portrieux, 1888, Staatsgalerie, Stuttgart) und die Umgebung seiner Villa in Saint-Tropez (Ansicht von Saint-Tropez, 1896, Musée de l’Annonciade, Saint-Tropez), in der u. a. Henri Matisse häufig verkehrte. Nach Seurats Tod avancierte Signac zum führenden Kopf der neuen Impressionistengeneration und legte seine kunsttheoretischen Maximen in der Schrift D’Eugène Delacroix au Néo-Impressionisme (1899) nieder. Nach 1900 wandte er sich allmählich vom Pointillismus ab und gelangte zu einem großzügigeren Farbauftrag. Mit kleinen, rechtwinkligen Farbstrichen erzielte er einen mosaikähnlichen Effekt, wie in Der Hafen von Marseilles (1905, Metropolitan Museum of Art, New York) und Der Hafen (1907, Museum Beuymans-van Beuningen, Rotterdam). Im Vergleich mit den eher schematischen Ölgemälden wirken Signacs Aquarelle spontaner und farbenfreudiger.

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