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    Petrus war einer der Jünger Jesu und hieß ursprünglich Simon. "Du bist Simon, Jonas Son, du sollst Kephas heißen, das ist verdolmetscht: Fels (Petrus)." - so die Worte Jesu ...

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    Petrus, heiliger, aramäisch Kepha, eigentlich Simon, gestorben um 64 n. Chr., JüngerJesu Christi, Apostel und Missionar der Urkirche.

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Heiliger Petrus

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Perugino: Christus übergibt Petrus die Schlüssel zum HimmelreichPerugino: Christus übergibt Petrus die Schlüssel zum Himmelreich
Artikelgliederung
1

Einleitung

Heiliger Petrus, aramäisch Kepha, eigentlich Simon, (gestorben um 64 n. Chr.), Jünger Jesu Christi, Apostel und Missionar der Urkirche.

Berichte über Petrus finden sich in den Paulusbriefen, die zwischen 50 und 60 n. Chr. verfasst wurden, den vier Evangelien sowie der Apostelgeschichte (um 65 bis Ende des 1. Jahrhunderts). Von ihm wird gesagt, dass er Jesus nach dessen Gefangennahme verleugnete (z. B. Markus 14, 66-72). Petrus war aber auch der erste Zeuge der Auferstehung Jesu (vgl. 1. Korinther 15, 3; Lukas 24, 34). Im Frühchristentum hatte er die Führung der Gemeinden in Jerusalem inne und begründete die christliche Mission. Der Apostel Petrus starb als Märtyrer in Rom.

Der Name Petrus geht auf das Matthäusevangelium zurück. Dort bezeichnet ihn Jesus als Felsen (griechisch pétros: Fels), auf dem er seine Kirche bauen wolle (vgl. Matthäus 16, 16-19).

2

Apostolische Nachfolge

Petrus wird in allen neutestamentlichen Apostelkatalogen an erster Stelle genannt. Seine Stellung wurde auf seine besondere Gabe der Verkündigung zurückgeführt (vgl. Galater 2, 7). Demgegenüber beschreiben die beiden Petrusbriefe und das Johannesevangelium (vgl. Johannes 21) ihn jedoch mehr als Hirten.

Seine hervorragende Bedeutung für die römisch-katholische Kirche erhielt Petrus durch die apostolische Nachfolge, der zufolge alle Bischöfe von Rom direkte Nachfolger des Petrus sind, dem Jesus die Schlüssel zum Reich Gottes anvertraut hat (vgl. Matthäus 16, 17-19). Damit wird das Papstamt in der katholischen Kirche direkt auf Petrus zurückgeführt.

Die Ostkirchen, die sich abspalteten, bestritten im 11. Jahrhundert die Oberhoheit des römischen Bischofs. Auch die protestantische Reformation lehnte es ab, das Papsttum auf Petrus zurückzuführen. Der Feiertag der Apostel Petrus und Paulus fällt auf den 29. Juni.

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