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Ernst Cassirer (1874-1945), Philosoph und Pädagoge. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Neukantianismus. Cassirer wurde am 28. Juli 1874 in Breslau (dem heutigen Wrocław, Polen) geboren und studierte an den Universitäten von Berlin, Leipzig, München, Heidelberg und Marburg. 1919 übernahm er den Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Hamburg, wurde nach der Machtergreifung Hitlers 1933 allerdings seines Amtes enthoben und war gezwungen, über England und Schweden in die USA zu emigrieren. In der Folge lehrte er an den Universitäten von Oxford und Göteborg und erhielt 1941 eine Gastprofessur an der Yale University. 1944 wurde er ordentlicher Professor an der Columbia University. Cassirer starb am 13. April 1945 in New York. Durch seine Weiterentwicklung der Transzedentalphilosophie Immanuel Kants avancierte Cassirer zum führenden Mitglied der so genannten Marburger Schule des Neukantianismus. Seine Arbeiten beschäftigen sich hauptsächlich mit erkenntnistheoretischen und wissenschaftsphilosophischen Fragen (Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit, 4 Bde., 1906-1957), sowie mit der geistig-kulturellen Welt, die er als pluralistisches Universum aus „Bildwelten” begriff (Philosophie der symbolischen Formen, 3 Bde., 1923-1929). Darüber hinaus schrieb er die bedeutende staatsphilosophische Untersuchung Der Mythus des Staates (1946).
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