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Englische Sprache

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Artikelgliederung
8.7

Basic English

Basic English ist eine vereinfachte Form der englischen Sprache, die auf 850 Schlüsselwörtern beruht. Sie wurde in den späten zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts von dem englischen Psychologen Charles Kay Ogden entwickelt und durch den englischen Pädagogen I. A. Richards bekannt gemacht. Mit dieser künstlichen Sprache sollten in der Hauptsache die Personen Englisch lernen, die eine andere Muttersprache hatten. Obwohl Basic English als internationale Sprache propagiert wurde, erwiesen sich die Eigenheiten der englischen Rechtschreibung und Grammatik als gravierende Hindernisse für seine Durchsetzung als offizielle Zweitsprache.

Die Überlegung, die dem Basic English zugrunde liegt, ist folgende: Jeder Gedanke, egal wie komplex, kann auf einfache gedankliche Einheiten reduziert und mit einer begrenzten Zahl alltäglicher Wörter klar ausgedrückt werden. Das Vokabular aus 850 Wörtern setzt sich aus 600 Substantiven (für Dinge oder Ereignisse), 150 Adjektiven (für Eigenschaften und Fähigkeiten) und 100 allgemeinen „Funktionswörtern”, in der Hauptsache Verben und Präpositionen, zusammen. Fast alle Wörter werden ständig in englischsprachigen Ländern gebraucht; davon sind über 60 Prozent einsilbig. Das reduzierte Vokabular entstand zum Teil durch die Eliminierung zahlreicher Synonyme und den ständigen Einsatz der 18 Verben wie make, get, do, have und be, die erst zusammen mit anderen Wörtern eine genauere Bedeutung bekommen. Diese Verben werden gewöhnlich mit Präpositionen verbunden, z. B. mit up, among, under, in und forward. Statt „ascend” würde ein Sprecher von Basic English „go up” sagen.

8.8

Pidgin English

Das Englische kommt auch in einigen vereinfachten Sprachen vor, die in Ländern entstanden sind, in denen Englisch nicht Muttersprache ist. Pidgin English entwickelte sich als Verkehrssprache zwischen chinesischen und englischen Händlern; Varianten davon werden heute auf den melanesischen Inseln, in Neuguinea und Australien, auf den Philippinen, Hawaii und an den asiatischen Küsten des Pazifischen Ozeans gesprochen. Die Chinesen konstruierten aus vielen englischen und einigen unverzichtbaren nichtenglischen Wörtern sowie einer einfachen Grammatik ein eigenes Verständigungsmittel. Bêche-de-Mer, eine Form des Pidgin, die man auf den süd- und westpazifischen Inseln findet, ist ihrer Struktur nach vorwiegend englisch, verwendet aber viele polynesische Wörter. Der Chinook Jargon, der den Indianern, aber auch vielen französisch- und englischsprachigen Amerikanern und Kanadiern als Lingua franca dient, enthält englische, französische und indianische Wörter, während seine Grammatik auf der Sprache der Chinook basiert. Der Gebrauch von Pidgin nimmt in Afrika ständig zu, vor allem in Kamerun, Sierra Leone und Ostafrika.

9

Die Zukunft der englischen Sprache

Der Einfluss der Massenmedien wird aller Voraussicht nach zu einer größeren Einheitlichkeit führen: zur Nivellierung der Ausspracheunterschiede, der Normierung der Orthographie und zur Vereinheitlichung von Rechtschreibung und Lautung. Obwohl diese Standardisierung kaum zu vermeiden ist, bleibt das einzigartige Charakteristikum der englischen Sprache erhalten, die Tendenz zu wachsen und sich zu wandeln. Ungeachtet der Warnungen linguistischer Puristen werden ständig neue Wörter geprägt, Anwendungsbereiche modifiziert, damit neue Konzepte ausgedrückt werden können, und das Vokabular durch sprachliche Entlehnungen bereichert, vor allem durch die wechselseitige Befruchtung mit dem amerikanischen Englisch. Aufgrund seiner nahezu unbegrenzten Kommunikationsmöglichkeiten ist Englisch zur wichtigsten internationalen Sprache geworden.

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