![]() Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Binsengewächse", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Binsengewächse |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse BinsengewächseEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Binsengewächse, kleine Familie grasartiger Blütenpflanzen mit unauffälligen Blüten; die namensgebende Gattung heißt Binse. Die Familie umfasst etwa zehn Gattungen und rund 325 Pflanzenarten (nach anderer Auffassung werden 400 Arten unterschieden), die weltweit mit Schwerpunkt in den gemäßigten Regionen sowie in den Gebirgen verbreitet sind. Sie kommen überwiegend in Feuchtgebieten, Sümpfen, Gewässerrändern und Gewässern vor und werden volkstümlich häufig als Sauergräser bezeichnet, obwohl man darunter eigentlich die Pflanzen einer anderen Familie versteht (siehe Sauergräser). Einige Arten sind wichtige Faserlieferanten.
Binsengewächse sind überwiegend krautige Pflanzen, das in Südafrika heimische, bis zwei Meter hohe Palmietschilf bildet jedoch aus den abgestorbenen Blattscheiden einen Stamm und bildet einen palmenartigen Schopfbaum. Die Blätter der Binsengewächse sind linealisch, rundlich oder abgeflacht und grasartig. Blüten haben den typischen Aufbau von Lilienblüten, verfügen also über eine Krone aus sechs gleichartigen Elementen sowie sechs Staubblätter und einen Griffel mit drei Narben. Sie sind an die Windbestäubung angepasst, so dass ihre Kelch- und Kronblätter zu unauffälligen schuppenartigen Formen rückgebildet sind. Bei den Binsen überragt ein langes Tragblatt häufig den Blütenstand, so dass dieser scheinbar einer Seite dieses Blattes zu entspringen scheint.
Die Binsen-Arten bilden mit rund 225 Arten die größte Gattung dieser Familie. Aus den Stängeln einiger Arten gewinnt man nützliche Fasern, etwa aus der Flatterbinse, die eine weiche, zum Weben der als Tatami bezeichneten japanischen Bodenmatten benützten Faser liefert. Diese Binse wird daher in Japan auch in großem Umfang angebaut. Die Fasern dieser und verwandter Arten benützt man als Flechtmaterial für Rohrmöbel und Korbwaren. Die zweite, wichtige Gattung ist die Hainsimse, deren Arten häufig u. a. auf Magerwiesen wachsen. Sie unterscheiden sich von den Binsen vor allem durch die flachen Blätter. Verschiedene weitere Pflanzen, die jedoch anderen Familien zugehören, bezeichnet man ebenfalls häufig als Binsen. Beispiele sind die Seebinse – eigentlich Simse genannt –, und die Blumenbinse.
Binsengewächse werden wissenschaftlich als Juncaceae bezeichnet; die namensgebende Gattung Binse hat den botanischen Namen Juncus. Das Palmietschilf wird wissenschaftlich als Prionium serratum bezeichnet, die Flatterbinse als Juncus effusus. Simsen oder Seebinsen bilden die Gattung Scirpus aus der Familie Cyperaceae (Sauergräser), Blumenbinsen die Gattung Butomus aus der Familie Butomaceae (Blumenbinsengewächse).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |