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Windows Live® Suchergebnisse MontanaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Montana, Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten (USA), einer der so genannten Mountain States, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Im Norden grenzt Montana an die kanadischen Provinzen British Columbia, Alberta und Saskatchewan; im Osten liegen die US-Bundesstaaten North Dakota und South Dakota, im Süden Wyoming und im Südwesten und Westen Idaho. Die Continental Divide, die von den Rocky Mountains gebildete Wasserscheide des nordamerikanischen Kontinents, begrenzt einen Großteil des Landes im Südwesten. Montana wurde am 8. November 1889 zum 41. Mitglied der Vereinigten Staaten. Historisch gesehen basiert seine Wirtschaft auf seinen vielfältigen natürlichen Rohstoffen. Der Staat gliedert sich in zwei klar abgegrenzte, geographische und wirtschaftliche Regionen: im Westen die Rocky Mountains, die reich an Holz und Metallerzen sind, im Osten die Great Plains genannten Präriegebiete, die landwirtschaftlich geprägt sind und außerdem Erdöl und Kohle besitzen. Der Name der Staates wurde von dem spanischen Wort für Berg (montaña) abgeleitet und 1864 zum ersten Mal in Zusammenhang mit diesem Gebiet verwendet. Montana wird auch als Treasure State (Staat der Schätze) bezeichnet. Seine wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Helena sowie Billings, Great Falls, Missoula und Butte.
Mit einer Fläche von 380 837 Quadratkilometern ist Montana der viertgrößte Staat der USA. 31 Prozent des Landes befinden sich in Besitz der US-Regierung. Die Form des Staates entspricht etwa der eines Rechtecks mit einer schrägen linken Seite; die größten Entfernungen betragen etwa 515 Kilometer von Nord nach Süd und ungefähr 885 Kilometer von Ost nach West. Die Höhenlage reicht von 549 Metern entlang des Flusses Kootenay im Nordwesten bis zum Gipfel des Granite Peak mit 3 901 Metern in der Nähe des Yellowstone Nationalparks im Süden; die Durchschnittshöhe beträgt etwa 1 000 Meter.
Montanas Berglandschaft wurde von der formenden Kraft des Wassers und der Gletscher geprägt; im Süden sind die Berge eher sanft gerundet, zur kanadischen Grenze hin dagegen schroff und steil eingeschnitten. Die Bitterrootkette entlang der westlichen Grenze, eine der vielen Gebirgsketten der Rocky Mountains in Montana, gehört zu den zerklüftetsten und unzugänglichsten Gegenden der USA. Unmittelbar im Osten dieses Gebirgszuges schließt sich eine Reihe langer und relativ breiter Täler an, von denen sich die meisten in Nord-Süd-Richtung erstrecken. Das zum Flathead-See führende Flathead Valley ist das größte und wichtigste dieser Täler. Die Böden in den Rocky Mountains sind im Allgemeinen flachgründig, arm und für die Landwirtschaft wenig geeignet. Die Great Plains in Montana liegen vergleichsweise hoch; die Landschaft dort ist leicht hügelig oder flach, sie wird jedoch von vereinzelten Bergen durchbrochen, z. B. dem Highwood und den Little Belt Mountains im Westen bei Great Falls sowie Ausläufern der Badlands im Südosten. Das nördliche Drittel dieser Region war während der letzten Eiszeit von einem Gletscher bedeckt, der die zahlreichen Moränen dieses Gebiets schuf. Die wichtigsten Flüsse westlich der Continental Divide sind der Kootenay, der Clark Fork und der Flathead; im Osten sind dies der Missouri mit seinen zahlreichen Nebenflüssen, u. a. Marias, Milk und Yellowstone River, die über den Mississippi in den Golf von Mexiko fließen. Der Flatheadsee in den Bergen nördlich von Missoula ist der größte natürliche See des Staates; das größte Gewässer ist jedoch der künstlich angelegte Fort-Peck-Stausee, der durch Aufstauung des Missouri entstand.
Die Continental Divide fungiert nicht nur als Wasser-, sondern auch als Klimascheide. Sie bildet eine scharfe Grenze zwischen dem gemäßigten, maritim geprägten Klima, das in einem schmalen Gebietsstreifen am Westrand des Staates herrscht, und dem kalten kontinentalen Klima im Osten. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt etwa 5,6 °C, wobei die jahreszeitlich bedingten Schwankungen östlich der Divide am größten sind. Die extremsten gemessenen Temperaturen reichen von -56,7 °C im Jahr 1954 bis 47,2 °C im Jahr 1937. Aufgrund der strengen Winter frieren die meisten Flüsse und Seen Montanas im Winter zu und verursachen zur Zeit der Schneeschmelze im Frühling und Frühsommer bisweilen starke Überschwemmungen.
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