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Mammutbaum

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Versteinerte Bäume im Nationalpark Petrified ForestVersteinerte Bäume im Nationalpark Petrified Forest
Artikelgliederung
1

Einleitung

Mammutbaum, Bezeichnung für mehrere Arten sehr großer und hoher, sehr alt werdender Nadelbäume aus der Familie der Sumpfzypressengewächse.

Kennzeichnend sind ein säulenartiger Stamm mit sehr dicker, rötlich brauner Borke (siehe Rinde), nadelartige Blätter und kleine, ovale Zapfen. Die Bäume werden auch als Sequoia bezeichnet, ein Name, der auf den Cherokee-Häuptling Sequoyah zurückgeht. In den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre waren Mammutbäume einst weit verbreitet, wurden dann aber während der Eiszeit durch das Vordringen der Kontinentalgletscher ausgelöscht. Nur drei Arten überlebten: der Riesenmammutbaum und der Redwoodbaum in Kalifornien und der Urweltmammutbaum in Zentralchina. Stellenweise findet man noch Überreste dieser Bäume in versteinerten Wäldern in Gebieten, in denen sie heute nicht mehr vorkommen; dies deutet auf ihre früher deutlich weitere Verbreitung hin; ein Beispiel ist der Nationalpark Petrified Forest in Arizona. Fossile Überreste wurden in geologischen Schichten gefunden, die bis zum Jura vor 180 bis 135 Millionen Jahren zurückreichen.

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Riesenmammutbaum

Der Riesenmammutbaum – oft einfach nur als Mammutbaum oder auch Sequoia bezeichnet – ist eine endemische Art Kaliforniens. Sie findet sich nur in einem schmalen, 300 Kilometer langen Landstrich an den Westabhängen der Sierra Nevada in Höhen zwischen etwa 900 und 2 500 Metern. Unter allen lebenden Organismen ist der Riesenmammutbaum derjenige mit der größten Masse. Das derzeit massigste Einzelexemplar ist der General Sherman Tree im Sequoia Nationalpark; er hat eine Höhe von 84 Metern, einen Durchmesser von elf Metern (über der verbreiterten Basis; am Wurzelansatz sind es 12,3 Meter) und wiegt schätzungsweise ungefähr 1 950 Tonnen. Andere Bäume dieser Art sind zwischen 45 und 100 Meter hoch und erreichen Durchmesser bis neun Meter. Der höchste Riesenmammutbaum maß sogar 135 Meter. Zählt man an Baumstümpfen die Jahresringe, so kommt man teilweise auf ein Lebensalter von über 2 300 Jahren. Bei einigen lebenden Bäumen geht man sogar davon aus, dass sie nahezu 4 000 Jahre alt sind.

Die Blätter des Riesenmammutbaumes sind schuppenartig und liegen dicht an den Ästen und Zweigen an. Die Borke des Stammes ist rinnig und porös; bei großen Bäumen kann sie bis zu 60 Zentimeter dick werden und bietet einen sehr wirkungsvollen Schutz vor Feuer. Das Holz ist leicht, grob gemasert und äußerst widerstandsfähig gegen Insektenfraß und ebenfalls gegen Feuer. Die meisten Gruppen der existierenden Riesenmammutbäume stehen in Nationalparks oder Staatsforsten der Vereinigten Staaten oder auf andere Weise unter öffentlichem Schutz und dürfen nicht gefällt werden.

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Redwood

An der regenreichen Pazifikküste vom südlichen Oregon bis Zentralkalifornien kommt eine weitere Art vor, der Redwoodbaum, auch Küstensequoia oder Immergrüner Mammutbaum genannt wird. Die letztere Bezeichnung ist insofern irreführend, als auch der Riesenmammutbaum immergrün ist. Der Redwoodbaum wird noch höher als der Riesenmammutbaum. Ein 2006 im Redwood Nationalpark (Kalifornien) vermessenes Exemplar hatte eine Höhe von 115 Metern und ist damit wohl der derzeit höchste Baum der Welt. Unter den früheren Rekordhaltern wird ihm sein Rang außer von Riesenmammutbäumen von einer australischen Eukalyptusart streitig gemacht, die Höhen bis zu 132 Meter erreicht. Der Stammdurchmeser der Küstensequoia beträgt bis zu 7,5 Meter. Man geht davon aus, dass solche Bäume 2 500 Jahre alt werden können. Ihre Blätter sind bläulicher getönt als die des Riesenmammutbaumes und stärker nadelförmig. Das Holz ist ähnlich, aber feiner gemasert. Anders als bei den meisten anderen Koniferen (zapfentragende Bäume) treibt ein Redwood-Baumstumpf nach dem Fällen eines Stammes erneut aus. Diese Triebe werden innerhalb von 40 Jahren so groß, dass sie Nutzholz liefern können. Aus diesem Grund und weil der Bestand deutlich größer als der der Riesenmammutbäume war, wurden die Redwoods schon seit längerer Zeit in großem Umfang forstlich genutzt. Bis auf einige besonders alte, nicht zu ersetzende Exemplare, die in Nationalparks und Staatsparks unter Schutz stehen, sind die Redwoods jedoch in den übrigen Gebieten in ihrem Bestand gefährdet. Die US-amerikanische Umweltschützerin Julia Hill von der Umweltgruppe Earth First! setzte die Rettung eines 4 000 Hektar großen kalifornischen Redwood-Waldstückes mit fast 2 000 Jahre alten Bäumen durch, indem sie in einer der Baumkronen lebte; sie beendete ihre Protestaktion nach über zwei Jahren im Dezember 1999.

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Urweltmammutbaum

Der Urweltmammutbaum ist im Gegensatz zu den beiden anderen Arten laubwerfend. Er bleibt deutlich niedriger – bis etwa 30 Meter Höhe –, der Durchmesser beträgt bis ungefähr zwei Meter. Seine Blätter sind flach und stehen an den Zweigen jeweils einander gegenüber. 1941 wurden japanische Nadelholz-Fossilien aus dem Tertiär untersucht und dabei als neue Art in einer neuen Gattung beschrieben, die den Sequoias sehr ähnlich ist (daher der Gattungsname Metasequoia). Kurz darauf im gleichen Jahr entdeckte ein chinesischer Botaniker in Zentralchina einige als Wassertanne bzw. Wasserlärche bezeichnete Bäume, die sich bei einer späteren Bestimmung als genau diese, bisher nur von Fossilien bekannte Art herausstellten. Der Urweltmammutbaum wird daher oft als lebendes Fossil bezeichnet. Die von den Wildbeständen gesammelten Samen wurden im Arnold-Arboretum (einem auf Bäume spezialisierten Botanischen Garten) in Massachusetts (USA) vermehrt und seit 1948 in viele Länder versandt. Heute ist dieser Baum auch in Gärten und Parks anzutreffen, da er sehr robust und frosthart ist.

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