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KeniaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung; Wirtschaft; Geschichte
Die Wälder in Kenia liefern vorwiegend Laubhölzer (Musheragi, Muiri, Mukeo, Kampferbäume, Musaise) und einige Nadelhölzer (Zedern, Zypressen). Akazienrinde, die als Gerbstoff von Bedeutung ist, wird exportiert. Der kommerzielle Fischfang (vorwiegend auf Binnenseen und Flüssen) dient zumeist der Selbstversorgung, im Victoriasee gefangene Fische werden zum Teil exportiert.
Die Bodenschätze in Kenia sind weitgehend unerschlossen, so dass Bergbau nur eine untergeordnete Rolle spielt. Abgebaut werden Soda, Salz, Fluorit (Flussspat), Eisenerz, Gold, Granat und Kalkstein. In der Nähe von Mombasa wurden umfangreiche Blei- und Silberlagerstätten entdeckt.
Trotz ihres Wachstums spielt die industrielle Produktion in Kenia keine vorrangige Rolle; meist handelt es sich um Betriebe zur Verarbeitung von Rohstoffen und Nahrungsmitteln für den Eigenbedarf. Zu den führenden Industriebetrieben des Landes zählen Getreidemühlen, Zementwerke und Raffinerien; zudem werden Textilien, Holz und Düngemittel verarbeitet.
Die Währung in Kenia ist der Kenya-Schilling zu 100 Cents. Die Handelsbilanz ist stark defizitär. Hauptabnehmerländer sind Großbritannien, Uganda, Tansania, Deutschland, die Niederlande, die Vereinigten Staaten und Pakistan. Zu den wichtigsten Exportgütern gehören vor allem Tee und Kaffee, außerdem petrochemische Produkte, Ananaskonserven, Felle und Häute, Zement, Sisal, Soda und Pyrethrum. Importe stammen meist aus Großbritannien, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten, Japan, Deutschland und China. Zu den wichtigsten Importen gehören Rohöl, Industriemaschinen, Kraftfahrzeuge, Eisen und Stahl, landwirtschaftliche Geräte, pharmazeutische Produkte und Dünger.
Das Schienennetz der Kenya Railways Corporation ist mit dem der Nachbarländer Uganda und Tansania verbunden. Das Straßennetz umfasst 63 265 Kilometer (2004) und ist zu 14 Prozent befestigt. Die größte Hafenstadt ist Mombasa, wo auch ein erheblicher Teil des Warenaustausches mit Uganda und Äthiopien abgewickelt wird. Über die Schifffahrt auf dem Victoriasee bestehen Verbindungen zum Mobutu-Sese-Seko-See (Albertsee) und zum Kiogasee in Uganda. Der Jomo-Kenyatta-Flughafen in Nairobi ist der wichtigste Flughafen Kenias; er wird regelmäßig von Kenya Airways und anderen internationalen Fluggesellschaften angeflogen. Ein weiterer internationaler Flughafen befindet sich in Mombasa.
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