![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse FeldspatEnzyklopädieartikel
Feldspat, Gruppe von wichtigen, gesteinsbildenden Mineralien, Alumosilicate. Feldspäte sind Mischkristalle im Dreistoffsystem zwischen den Endgliedern Kalifeldspat (Orthoklas), Natronfeldspat (Albit) und Kalkfeldspat (Anorthit). Es gibt zwei Mischreihen: zwischen Albit und Anorthit die der Plagioklase und bei höheren Temperaturen zwischen Orthoklas und Albit die der Alkalifeldspäte. Orthoklas und Anorthit sind nicht mischbar. Feldspäte sind Hauptbestandteile vieler magmatischer und metamorpher Gesteine wie Granit, Gneis oder Basalt. Durch Verwitterung dieser Gesteine und Sedimentation in trockenen Klimaten gelangen sie auch in Sedimente wie die Arkose. Feldspäte sind die häufigsten Minerale, sie sind zu etwa zwei Dritteln am Aufbau der kontinentalen Erdkruste beteiligt. Feldspäte gehören in das monokline und trikline Kristallsystem. Die Spaltebenen schließen bei den monoklinen Vertretern einen Winkel von 90 Grad, bei den triklinen von etwa 94 Grad ein. Zwillingsbildung ist häufig. Feldspäte besitzen eine Härte von 6 bis 6,5 und eine Dichte zwischen 2,5 und 2,8. Sie zeigen einen glasigen Glanz und variieren in ihrer Farbe von Weiß oder Farblos bis hin zu verschiedenen rosafarbenen, gelben, grünen und roten Schattierungen. Feldspäte verwittern leicht, dabei entstehen u. a. Tone und Kaolinit. Diese Verwitterungsprodukte sind wichtige Komponenten bei der Bodenbildung. Der monokline Orthoklas mit der Formel K(AlSi3O8) kommt gesteinsbildend in Pegmatiten, sauren Vulkaniten und Gneisen vor. Er ist meist weiß, grau oder fleischigrot gefärbt. Orthoklas wird in großen Mengen für die Herstellung von Porzellan und Glas abgebaut. Der Adular ist eine farblose, trübe bis klare Varietät des Orthoklas, die sich in alpinen Klüften findet. Die trikline Varietät Mikroklin hat die gleiche chemische Zusammensetzung wie Orthoklas und praktisch die gleichen physikalischen Eigenschaften. Er tritt gelegentlich in Form großer Einzelkristalle auf. In der Industrie wird Mikroklin ähnlich wie Orthoklas verwendet. Eine grüne Varietät von Mikroklin, der Amazonit, wird als Schmuckstein geschätzt. Eine weitere Varietät ist der Sanidin, der z. B. in den Trachyten des Siebengebirges vorkommt. Die triklinen Plagioklase bilden eine isomorphe (mit der gleichen Kristallstruktur) Mischreihe trikliner Minerale: Vom Albit nimmt über Oligoklas, Andesin, Labradorit, Bytownit zum Anorthit der Natriumgehalt ab und der Calciumanteil zu. Albit ist der reine Natronfeldspat mit der Formel Na(AlSi3O8), Anorthit der reine Kalkfeldspat mit der Formel CaAl2Si2O8. Plagioklase kommen in Magmatiten und Metamorphiten vor. Sie haben eine geringere wirtschaftliche Bedeutung als Orthoklas und Mikroklin. Die Varietäten Mondstein und Sonnenstein sind Schmucksteine.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |