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  • TROELTSCH, Ernst

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    Ernst Troeltsch: Ernst Troeltsch wurde 1865 in Haunstätten (heute zu Augsburg) geboren. Ab 1892 war er Professor für systematische Theologie in Bonn, ab 1894 in ...

  • Ernst Troeltsch – Wikipedia

    Ernst Troeltsch (* 17. Februar 1865 in Augsburg-Haunstetten; † 1. Februar 1923 in Berlin) war ein deutscher Theologe und liberaler Politiker (Deutsche Demokratische Partei).

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Ernst Troeltsch

Enzyklopädieartikel

Ernst Troeltsch (1865-1923), deutscher evangelischer Theologe, Philosoph und Historiker.

Troeltsch wurde am 17. Februar 1865 in Haunstetten (heute zu Augsburg) geboren. Nachdem er von 1892 bis 1914 in Bonn und Heidelberg eine Professur für systematische Theologie (Dogmatik, Apologetik, theologische Ethik) innehatte, übernahm er 1915 als Nachfolger von Wilhelm Dilthey eine Professur für Philosophie- und Kulturgeschichte an der Universität Berlin. Unter dem Einfluss des Historismus des Theologen Albrecht Ritschl vertrat Troeltsch die Auffassung, dass die christliche Theologie keine absolute dogmatische Wahrheit beanspruchen könne, da sie nicht unabhängig von historischen und kulturellen Bedingungen Gültigkeit haben könne. In seinen Werken versuchte er, diesen geschichtlichen Relativismus mit seinem Glauben an dauerhafte und universelle ethische Werte zu verbinden und begründete mit diesen Auffassungen den so genannten Neoprotestantismus. Troeltsch setzte sich engagiert für soziale und politische Belange ein. Er starb am 1. Februar 1923 in Berlin.

Seine bedeutendsten Werke sind Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen (1912), das eine historische und kulturelle Analyse der christlichen Sozialethik beinhaltet, und Der Historismus und seine Probleme, in dem er die Aporien des Historismus analysierte.

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