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Amerikanisches EnglischEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Bis zum 19. Jahrhundert sprachen die meisten Schwarzen im gesamten Land ein Kreolisch, das dem Gullah und dem westindischen Englisch ähnelte. Vor allem im 20. Jahrhundert fand eine schnelle Annäherung an den Wortschatz und die Grammatik des amerikanischen Standardenglisch statt, die jedoch nie zur Gänze vollzogen wurde. Das Englisch der Schwarzen in den Städten weist charakteristische Redewendungen wie he busy (he is busy, „er ist beschäftigt”) im Gegensatz zu he be busy (he is busy indefinitely „er ist auf unabsehbare Zeit beschäftigt”) auf, oder she been said that um eine Handlung auszudrücken, die in der Vergangenheit stattgefunden hat (she had said that „sie hatte gesagt, dass ...”). Das Englisch der Schwarzen leistet bis heute einen reichen Beitrag zum Wortschatz des amerikanischen Englisch, vor allem im Bereich der Musik, z. B. des Jazz – vom Wort jazz angefangen, zu Begriffen wie nitty-gritty „zur Sache kommen”, uptight „steif”, „verklemmt”, aber auch „bankrott” und O.K. Das Letztere, von dem man mittlerweile annimmt, dass es afrikanischen Ursprungs ist, ist ein Amerikanismus, der in der ganzen Welt verbreitet ist.
Englische Chronisten des 18. Jahrhunderts bemerkten die erstaunliche Gleichförmigkeit der Sprache, die mit Ausnahme der Sprache der Sklaven in den amerikanischen Kolonien gesprochen wurde. (Untervarianten des Englischen wurden jedoch von Indianern und anderen Gruppen nichtbritischer Herkunft gesprochen.) Der Grund für diese Gleichförmigkeit liegt darin, dass die ersten Siedler aus den unterschiedlichsten Teilen Englands kamen, das sie aus religiösen Gründen verlassen hatten. Daher wurden die dialektalen Unterschiede schnell eingeebnet.
Die Gleichförmigkeit der englischen Sprache, die die britischen Siedler bis ungefähr 1780 sprachen, wurde schon bald von nichtenglischen Einflüssen aufgebrochen. Zunächst wurden zahlreiche indianische Worte unmittelbar übernommen, um die einheimische Flora und Fauna zu beschreiben (sassafras „Sassafrasbaum”, raccoon „Waschbär”), Essen (hominy „Maisbrei”) oder Zeremonien (powwow) zu benennen, und natürlich wurden auch geographische Namen (Massachusetts, Susquehanna) übernommen. Ebenso wurden zusammengesetzte Wendungen aus indianischen Sprachen ins Englische übernommen oder übersetzt: warpath „Kriegspfad”, peace pipe „Friedenspfeife”, bury the hatchet „das Kriegsbeil begraben”, fire water „Feuerwasser”. Andere Lehnwörter stammen aus dem Niederländischen (boss „Chef”, poppycock „Quatsch”, spook „Spuk”), dem Deutschen (liverwurst, noodle, coleslaw „Krautsalat”, semester), dem Französischen (levee „Damm”, chowder „Suppe mit Meeresfrüchten”, prairie „Steppe”), dem Spanischen (hoosegow „Kittchen” von juzgado „Gerichtssaal”, mesa „Tafelland”, ranch[o] „Ranch”, tortilla).
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