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Baal

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Baal-Tempel in PalmyraBaal-Tempel in Palmyra

Baal (hebräisch ba’al, von phönizisch ba’al: Besitzer, Herr), bei semitischen Völkern des Altertums Name zahlreicher lokaler Götter, denen Macht über die Fruchtbarkeit des Bodens und der Haustiere zugeschrieben wurde. Da den verschiedenen Baal-Göttern nicht überall die gleichen Eigenschaften zugeschrieben wurden, können sie nicht als lokale Varianten einer einzigen Gottheit betrachtet werden.

Der Name Baal bildete einen Teil der Namen verschiedener Götter, als Baal-Brit (Herr des Bundes) bei den Bewohnern von Sichem oder als Beelzebul (Fürst) bei den Philistern. Die Israeliten übernahmen die Anbetung Baals von den Kanaanitern. Von den Riten ist nur bekannt, dass Früchte dargeboten und die erstgeborenen Rinder geopfert wurden. Die Baal-Schreine waren kaum mehr als Altäre, die auch mit dem Symbol der kanaanäischen und israelitischen Fruchtbarkeitsgöttin Astarte versehen waren. Oft wurden heilige Steinsäulen neben den Altären aufgestellt. Der Name Baal wurde mit vielen jüdischen, chaldäischen, phönizischen und karthagischen Eigen- und Ortsnamen verbunden, etwa in Baalbek, Etbaal, Isebel, Hasdrubal und Hannibal. 1918 veröffentlichte der Schriftsteller Bertolt Brecht sein mythisierendes Theaterstück Baal über ein anarchisch-subjektivistisches Dichtergenie. Überhaupt spielte der Fruchtbarkeitsgott im Motivbestand des literarischen Expressionismus eine wichtige Rolle.

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