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Jom-Kippur-Krieg

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Jom-Kippur-KriegJom-Kippur-Krieg

Jom-Kippur-Krieg, vierter bewaffneter Konflikt zwischen Israel und den benachbarten arabischen Staaten Ägypten und Syrien (siehe Nahostkriege); er begann an dem jüdischen Feiertag Jom Kippur (Versöhnungstag) und wird nach dem muslimischen Kalender auch Ramadankrieg genannt.

Am 6. Oktober 1973 starteten Ägypten und Syrien einen Überraschungsangriff auf die israelischen Besatzungstruppen; Grund war die Weigerung Israels, die während des Sechstagekrieges 1967 besetzten arabischen Gebiete aufzugeben. Syrien stieß dabei in die Golanhöhen vor, Ägypten in den Sinai. Die Syrer konnten zunächst mit Unterstützung aus Jordanien und dem Irak einige Landgewinne erzielen, doch am 11. Oktober wurden sie zurückgedrängt, und die Israelis rückten nach Syrien vor. Im Süden überquerten die Ägypter den Suezkanal und drangen ungefähr zehn Kilometer tief in den von Israel besetzten Sinai ein, bevor sie gestoppt wurden. Am 16. Oktober unternahm Israel einen Gegenangriff auf Ägypten. An der syrischen Front trat am 22. Oktober ein von den Vereinten Nationen ausgehandelter Waffenstillstand in Kraft, und zwei Tage wurden auch in Ägypten die Kampfhandlungen eingestellt.

Auch in diesem vierten Nahostkrieg hieß der militärische Sieger Israel. Aber die arabischen Anfangserfolge sowie die Unterstützung, die Ägypten und Syrien seitens einiger arabischer Staaten durch Truppen und vor allem in Form der „Ölwaffe” erfuhren, hatten deutlich gemacht, dass Israel nicht unbesiegbar war; zugleich ließ der Jom-Kippur-Krieg auf arabischer Seite die Erkenntnis wachsen, dass ein militärischer Sieg über Israel vorerst weit jenseits realistischer Erwartungen lag. In Israel machte man Ministerpräsidentin Golda Meir dafür verantwortlich, dass das Land nicht ausreichend auf den Krieg vorbereitet war, und veranlasste sie im Juli 1974 zum Rücktritt.

Im Jom-Kippur-Krieg hatten die arabischen Staaten erstmals das Öl als Druckmittel eingesetzt: Ab Oktober 1973 bis März 1974 war ein Ölembargo vor allem gegen die USA wirksam, zugleich wurden die Ölpreise drastisch erhöht, was die westlichen, vom arabischen Öl abhängigen Länder wirtschaftlich schwer in Bedrängnis brachte. Diese so genannte Ölkrise trug nicht unerheblich dazu bei, dass der Westen Israel zunehmend bedrängte, den Krieg zu beenden.

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