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Windows Live® Suchergebnisse El CidEnzyklopädieartikel
El Cid (um 1043 bis 1099), spanischer Ritter und Nationalheld. El Cid wurde als Rodrigo Díaz de Vivar als Sohn eines unbedeutenden kastilischen Adligen in Vivar in der Nähe von Burgos (Spanien) geboren, war mütterlicherseits jedoch mit den großen adeligen Landbesitzern verwandt. Er wuchs am Hofe des späteren Königs Sancho II. von Kastilien auf und zeichnete sich bei den Feldzügen gegen Aragonien im Kampf um Saragossa als tapferster Ritter des Königs aus. Nach der Ermordung Sanchos im Jahr 1072 wurde Rodrigo Gefolgsmann des neuen Königs Alfons I. 1081 fiel er bei Alfons jedoch in Ungnade, weil er zu mächtig zu werden drohte, und wurde aus dem Königreich verbannt. Er trat in die Dienste des Maurenfürsten von Saragossa, für den er auch gegen christliche Angreifer kämpfte, und erwarb sich den Beinamen el Campeador, „der Schlachtensieger”. Sein größter Erfolg als Heerführer war die Einnahme von Valencia (1094), das er gegen die Angriffe der Almoraviden verteidigen konnte und bis zu seinem Tod am 10. Juli 1099 beherrschte. Die Heldentaten des Cid sind Gegenstand der Historia Roderici, einer lateinischen Erzählung aus dem beginnenden 12. Jahrhundert, und des Cantar de mío Cid (1850; Das Gedicht vom Cid). Dieses volkssprachliche Epos entstand um 1200 und beschreibt das goldene Zeitalter des mittelalterlichen Rittertums sowie die Heldentaten Cids. Es stilisiert in einer Mischung aus historischer Wahrheit und Fiktion den Cid zum tapferen, ehrenhaften, treuen Ritter und Lehnsmann und zum Symbol der Reconquista. El Cid ist nicht nur der Held einiger der schönsten spanischen Balladen, sondern auch u. a. von Pierre Corneilles Tragödie Le Cid (1637; Der Cid).
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