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SpielkonsolenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Das japanische Unternehmen Nintendo wurde 1889 als Spielkartenhersteller gegründet und erweiterte erst 1970 sein Angebotsspektrum um traditionelles und bald darauf auch um elektronisches Spielzeug. Zunächst erschienen tragbare LCD-Telespiele, darunter auch die später weltbekannten Spiele Donkey Kong und Mario Bros. Die erste stationäre Konsole der Firma, die 1983 in Japan als Famicom, ab 1985 in Europa und den USA als Nintendo Entertainment System (NES) vertrieben wurde, sorgte für einen neuen Boom von Spielkonsolen, nachdem der Markt in den frühen achtziger Jahren durch Heimcomputer wie den Commodore C64 eingebrochen war. Mit der 1989 veröffentlichten Handheld-Konsole Game Boy®, die mehr als 120 Millionen Mal verkauft wurde, stieg Nintendo zum Marktführer der Branche auf. Das 1996 zunächst für den Game Boy veröffentlichte Spiel Pokémon® gilt, zumindest was die Vermarktung anbelangt, als erfolgreichstes Videospiel überhaupt. Nach dem Game Boy erschienen die stationären Konsolen Super Nintendo Entertainment System (Super NES, 1990), Nintendo 64 (1996) und GameCube (2001) sowie die Handheld-Konsole Nintendo DS (2004). Die stationäre Konsole Wii (2006) bot erstmals kabellose, an Fernbedienungen erinnernde Controller, deren Positionen und Bewegungen über elektronische Sensoren erfasst und direkt auf den Bildschirm übertragen werden können.
Die Firma Sega (Service Games of Japan) wurde 1951 in Tokyo gegründet und stellte zunächst vorwiegend Münzspielautomaten her. 1976 veröffentlichte die Firma mit Heavyweight Champ eine Arcade-Boxsport-Simulation, die als erstes japanisches Videospiel gilt. Segas erste stationäre Spielkonsole SG-1000 aus dem Jahr 1983 wurde aufgrund des zu dieser Zeit einsetzenden Heimcomputerbooms ein Misserfolg. Mit den Nachfolgern Master System (1986) und Mega Drive (1989) gelang es der Firma jedoch, sich neben Nintendo als führender Spielkonsolenhersteller zu etablieren. Die 1990 als Antwort auf den Game Boy entwickelte Handheld-Konsole Game Gear blieb jedoch weit hinter den Verkaufserwartungen zurück. 1999 gelang Sega mit der stationären Konsole Dreamcast, von der mehr als acht Millionen Exemplare verkauft wurden, ein letzter Erfolg. 2001 stellte die Firma die Produktion von Spielkonsolen ein.
Der japanische Elektronik-Großkonzern Sony stieg 1994 mit der PlayStation in den Spielkonsolenmarkt ein. Die PlayStation avancierte mit über 100 Millionen verkauften Exemplaren zur weltweit erfolgreichsten Heimkonsole ihrer Generation. Ihre Nachfolgerin PlayStation 2 (PS2, 2000) wurde in den ersten fünf Jahren nach Erscheinen mehr als 90 Millionen Mal verkauft. Die PlayStation 3 (PS3, 2006) verfügt über Controller, die ähnlich wie diejenigen seiner Konkurrenzprodukte Wii und Xbox 360 kabellos funktionieren, in diesem Fall mittels Bluetooth-Technik. Wie Nintendo und Microsoft bietet auch Sony die Möglichkeit, für die PlayStation 3 Spiele über einen Onlinedienst zu spielen und Erweiterungen herunterzuladen.
Das US-amerikanische Softwareunternehmen Microsoft brachte seine erste Spielkonsole Xbox im November 2001 als Konkurrenzprodukt zu Sonys PlayStation 2 und Nintendos GameCube heraus. Bereits ein Jahr später – und vor seinen Hauptkonkurrenten – startete das Unternehmen den Onlineservice Xbox Live. Ende 2005 kam die neue Xbox 360 in den Handel, von der bis August 2006 über fünf Millionen Exemplare verkauft wurden.
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