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Windows Live® Suchergebnisse RutheniumEnzyklopädieartikel
Ruthenium, chemisches Symbol Ru, silberweißes, metallisches Element mit der Ordnungszahl 44, das in der achten Nebengruppe des Periodensystems zwischen Eisen und Osmium steht. Gemeinsam mit den Übergangsmetallen Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium und Platin zählt Ruthenium zu den Platinmetallen. In unreiner Form wurde das Edelmetall 1808 von dem polnischen Chemiker Jędrzej Śniadecki und 1828 von dem deutsch-russischen Chemiker Gottfried Wilhelm Osann gewonnen. Osann dachte, er hätte drei neue Metalle entdeckt, und benannte eines davon nach Ruthenia, dem alten lateinischen Namen der Ukraine. In reiner Form wurde das Element erstmals 1844 von dem deutsch-russischen Chemiker Carl Ernst Claus dargestellt. Unter den Elementen in der Erdkruste steht Ruthenium an 74. Stelle. Häufig kommt es zusammen mit anderen Platinmetallen in Erzen vor, seltener in Form des Minerals Laurit (RuS2). In Verbindungen tritt Ruthenium mit den Oxidationsstufen von -2 bis +8 auf, am häufigsten mit der Oxidationsstufe +3. In reiner Form übertrifft das Metall sogar Platin an Beständigkeit gegen Säuren (einschließlich Königswasser). Ruthenium schmilzt bei etwa 2 310 °C und siedet bei 4 150 °C. Es hat eine Dichte von 12,45 Gramm pro Kubikzentimeter und eine Atommasse von 101,7 u. Mit Ruthenium, Platin und Palladium lassen sich sehr harte und verschleißfeste Legierungen erzeugen. Sie werden u. a. zur Schmuckherstellung, für Porzellan- und Metalleinsätze in der Zahnmedizin sowie als Schreibfederspitze in Füllhaltern verwendet. Auch macht Ruthenium Titanlegierungen korrosionsbeständiger. Ruthenium-Molybdän-Legierungen werden bei Temperaturen unter -263 °C supraleitend (siehe Supraleitfähigkeit). Darüber hinaus werden Ruthenium und seine Verbindungen in Industrie- und Kraftfahrzeugkatalysatoren eingesetzt.
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