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Piemont

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Piemont (italienisch Piemonte), Region im Nordwesten Italiens, grenzt im Westen an Frankreich, im Nordwesten an das Aostatal, im Norden an die Schweiz, im Osten an die Lombardei, im Südosten an Emilia-Romagna und im Süden an Ligurien. Sie wird vom Po und seinen Nebenflüssen entwässert.

Piemont umfasst die Provinzen Alessandria, Asti, Cuneo, Novara, Turin und Vercelli. Das Tiefland zwischen Alpen, Apenninen und dem Lago Maggiore zählt zu den wichtigsten Agrarregionen Italiens. Hauptanbauprodukte sind Reis, Mais, Hanf, Zuckerrüben, Obst und Gemüse. Die Provinz Asti ist für ihre Weinproduktion berühmt. Viehzucht (Rinder, Schafe, Ziegen) und Milchwirtschaft sind wichtige Wirtschaftszweige in den Bergtälern. In der Hauptstadt Turin, einem der führenden Industriezentren Italiens, werden vor allem Kraftfahrzeuge und Maschinen produziert. Daneben werden in Piemont Textilien, Bekleidung sowie Nahrungs- und Genussmittel hergestellt.

Die Geschichte Piemonts ist eng mit dem Fürstenhaus Savoyen verbunden, dessen Angehörige im 11. Jahrhundert ausgedehnte Territorien beiderseits der Alpen erworben hatten. Sie vergrößerten nach und nach ihre Besitzungen in Italien und machten Turin im frühen 16. Jahrhundert zu ihrer Residenz. In der Folgezeit wurde Piemont wegen seiner strategisch bedeutsamen Lage immer wieder von fremden Heeren heimgesucht, darunter denen von Ludwig XIV., König von Frankreich, und Napoleon I., der die Region an Frankreich angliederte (1798). 16 Jahre später wurde die Herrschaft Savoyens im Piemont wiederhergestellt. Das Königreich Piemont-Sardinien erwies sich als fortschrittlichster Staat Italiens. Er entwickelte sich zum Kern des Königreiches Italien, das 1861 ausgerufen wurde. Die Fläche beträgt 25 399 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl etwa 4,3 Millionen.

In Piemont befinden sich – wie auch in anderen Regionen Italiens – einige als Sacri Monti (heilige Berge) bezeichnete Hügel. Die auf ihnen errichteten Kapellen sind bedeutende Pilgerziele. Einige Sacri Monti in Piemont und in der Region Lombardei wurden 2003 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

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