Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Antarktis", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Antarktis

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 4 von 4

Antarktis

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Antarktis: BildergalerieAntarktis: Bildergalerie
Artikelgliederung
4.1

Ozonloch

Meteorologen erhoben über einen Zeitraum von 25 Jahren kontinuierlich die klimatischen Daten; ihre Auswertungen trugen zu einem besseren Verständnis der Bedeutung der Antarktis für das Klima der Erde bei. Zu den Ergebnissen zählt u. a. die Entdeckung eines Ozonlochs, die zuerst von britischen Forschern im Jahr 1985 gemacht wurde. Dies mag zum Teil ein natürliches Phänomen sein, aber Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Abnahme des Ozons mit dem Problem der Freisetzung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKWs) und Stickoxiden in die Atmosphäre in Verbindung steht. Das Ozonloch über der Antarktis erstreckte sich im Oktober 2000 über eine Fläche von mehr als 29 Millionen Quadratkilometern und war damit viermal so groß wie Australien.

Die enorme Zerstörung der Ozonschicht über der Antarktis hängt mit den besonderen meteorologischen Bedingungen dort zusammen. Während der Polarnacht bildet sich in der unteren Stratosphäre ein starker zirkumpolarer Wind, der so genannte polare Vortex. Dieser isoliert im Prinzip die kalten Luftmassen der Polarregion von den wärmeren Luftmassen der gemäßigten Breiten. In der kalten Luft bilden sich aus Eiskristallen und darin enthaltenen Säuren Stratosphärenwolken. Die Oberflächen der Kristalle wirken katalytisch: An ihnen reagieren chlorhaltige Verbindungen verstärkt unter Freisetzung von molekularem Chlor, das sich in den Wolken anreichert. Im Polarfrühling zerfallen die Chlormoleküle unter Einfluss der Sonneneinstrahlung in Chlorradikale, wodurch die Kettenreaktion des Ozonabbaus einsetzen kann.

Zurück
| | |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft