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Cyclische Verbindungen

Enzyklopädieartikel

Cyclische Verbindungen, im allgemeinen Sinne chemische Verbindungen, bei denen ein Teil der Gerüstatome mindestens einen geschlossenen Ring bilden. Cyclische Verbindungen sind sowohl in der anorganischen als auch organischen Chemie bekannt. Zu den anorganischen Beispielen zählen u. a. die cyclischen Silane (Wasserstoffverbindungen des Siliciums) und die cyclischen Formen des elementaren Schwefels (Hexaschwefel S6, Dekaschwefel S10 und Dodekaschwefel S12). In der organischen Chemie nehmen die cyclischen Verbindungen des Kohlenstoffes einen weiten Bereich ein. Besteht der Ring nur aus Kohlenstoffatomen, so bezeichnet man die Verbindung auch als alicyclisch. Hierzu gehören u. a. die aromatischen Verbindungen, wie beispielsweise Benzol. Zu den nicht-aromatischen Ringsystemen zählt man z. B. Kohlenwasserstoffe, wie Cycloalkane (nur Einfachbindungen im Ring), Cycloalkene (mit einer Doppelbindung im Ring) und Cycloalkine (mit einer Dreifachbindung im Ring). Cyclische Verbindungen, deren Ring auch Atome anderer Elemente enthält, nennt man heterocyclisch.

Einfache Ringsysteme können drei, vier, fünf oder sechs Ringatome enthalten. Bei komplizierteren Systemen sind fast beliebig viele Ringatome möglich. Systeme mit mehreren Ringen (z. B. Anthracen) sind ebenfalls bekannt.

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