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Windows Live® Suchergebnisse ParmenidesEnzyklopädieartikel
Parmenides (um 500 v. Chr.), griechischer Philosoph, der von vielen Gelehrten als bedeutendstes Mitglied der eleatischen Schule angesehen wird. Im Alter von 65 Jahren soll er angeblich Athen besucht haben, bei welcher Gelegenheit ihn Sokrates, damals noch ein junger Mann, reden gehört haben soll. Parmenides wählte zur Darstellung seiner Philosophie die Versform, wobei als einziges seiner Werke ein großes Fragment des Lehrgedichts Wahrheit und Meinung erhalten geblieben ist. Darin behandelt Parmenides die Frage nach der Existenz des Absoluten Seins. Dessen Nichtexistenz sei undenkbar. Ebenso undenkbar sei jedoch auch das Wesen des Absoluten Seins, da es von allen Einschränkungen des menschlichen Denkens losgelöst sei. Nach Parmenides ist die Welt der äußeren Erfahrung nur Schein und beruht auf menschlichem Irrtum. Auch wenn die Welt zu existieren scheint, besitzt sie keine reale Existenz. Des Weiteren behauptete Parmenides, dass die Wirklichkeit, das wahre Seiende, durch die Sinne nicht erkannt werden könne, sondern bloß durch reines Denken. Diese Überzeugung weist ihn als Vorläufer des platonischen Idealismus aus. Parmenides’ Theorie, dass das Seiende nicht aus dem Nichtseienden entstehen könne und dass es weder geschaffen werde, noch verloren gehe, wurde, auf die Materie bezogen, von seinen Nachfolgern Empedokles und Demokrit übernommen und zur Grundlage ihrer materialistischen Auslegung des Universums gemacht.
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