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Windows Live® Suchergebnisse ArmflosserEnzyklopädieartikel
Armflosser, Ordnung der Knochenfische mit etwa 300 Arten von Meeresfischen, die armähnliche Brustflossen aufweisen. Armflosser sind krötenähnlich wirkende Bodenfische mit schuppenloser, warziger Haut und großem Maul. Mit ihren Brustflossen bewegen sie sich bei der Nahrungssuche über den Meeresboden. Der erste Strahl der Rückenflosse ist meist verlängert und wie ein Fischköder ausgebildet, mit dem Armflosser ihre Beute anlocken. Beutetiere, die sich nähern, saugen Armflosser durch plötzliches Öffnen ihres Maules ein. Der bis zu 1,7 Meter lange Atlantische Seeteufel aus der Familie der Seeteufel oder Anglerfische kommt bis in 1 000 Meter Tiefe an den Küsten Europas und Nordamerikas von den Britischen Inseln und Nova Scotia bis Barbados vor; er lebt auch in der Nordsee und im Mittelmeer. Er ernährt sich von allen Meerestieren, die er überwältigen kann, auch von tauchenden Vögeln. Wegen seines riesigen Maules und seines sehr dehnbaren Magens kann er Fische der eigenen Größe verschlingen. Der Atlantische Seeteufel legt in maximal zehn Meter langen Schleimbändern bis zu eine Million Eier. Er wird – ohne Kopf und Haut – im Handel auch als Forellenstör angeboten. Bei Armflossern aus der Unterordnung der Tiefseeangler ist die Spitze ihrer „Angel” zu einem Leuchtorgan umgewandelt (siehe Leuchtorganismen). Zu dieser Unterordnung gehört die Familie der Laternenangler, deren Männchen die charakteristischen Köderanhänge anderer Armflosser fehlen und die nur Bruchteile der Größe eines Weibchens derselben Spezies messen. Männchen der Art Photocorynus spiniceps aus der Familie der Laternenangler sind sogar nur 6,2 bis 7,4 Millimeter groß und damit die kleinsten bekannten Wirbeltiere, während die Weibchen mehr als vier Zentimeter messen. Laternenangler haben ein äußerst ungewöhnliches Fortpflanzungsverhalten: Das Männchen lebt parasitisch am Weibchen; es durchbeißt die Haut der Partnerin, anschließend verwachsen die beiden Blutkreisläufe miteinander, und Nährstoffe aus dem Blut des Weibchens sind die alleinige Nahrungsquelle des Männchens. Der einzige unabhängige Lebensprozess des Männchens besteht jetzt darin, die vom Weibchen ins Wasser abgegebenen Eier zu besamen. Armflosser sind die einzigen Fische, die diesen extremen Sexualdimorphismus aufweisen. Zu den weiteren Familien der Armflosser gehören die Seefledermäuse und die Fühlerfische. Systematische Einordnung: Armflosser bilden die Ordnung Lophiiformes. Die Familie der Seeteufel heißt zoologisch Lophiidae, der Atlantische Seeteufel trägt den wissenschaftlichen Namen Lophius piscatorius. Tiefseeangler bilden die Unterordnung Ceratioidei, Laternenangler die Familie Linophrynidae und Fühlerfische die Familie Antennariidae.
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