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Windows Live® Suchergebnisse EcuadorEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Ecuador, Republik im Nordwesten Südamerikas, die im Norden an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru und im Westen an den Pazifischen Ozean grenzt. Zu der Republik gehören die etwa 965 Kilometer im Westen vorgelagerten Galápagos-Inseln. Der kleinste Andenstaat (272 045 Quadratkilometer) ist nach seiner Lage am Äquator benannt. Die Hauptstadt des Landes ist Quito.
Ecuador lässt sich in drei geographische Großräume gliedern. Die bis 150 Kilometer breite Costa (Küstenebene) am Pazifischen Ozean erstreckt sich über gut ein Viertel der Landesfläche. Die Sierra, das zentrale Andenhochland, besteht aus zwei parallel verlaufenden Bergketten, die ein schmales Zentralplateau einschließen. In diesem Großraum gibt es etwa 30 noch tätige Vulkane. Der Oriente, auf der Ostseite der Anden, nimmt etwa die Hälfte des Staatsgebiets ein und gehört zum Einzugsbereich des Amazonas. Höchste Erhebung des Landes ist der erloschene Vulkan Chimborazo mit 6 310 Metern. Der Cotopaxi ist mit 5 897 Metern einer der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Die Galápagos-Inseln (Archipiélago Colón) setzen sich aus 13 größeren und mehreren kleinen Inseln mit vielen – meist erloschenen – Vulkanen zusammen.
Neben der Lage in den inneren Tropen ist für die Ausprägung des Klimas auch der Luv-/Lee-Effekt von großer Bedeutung. Oriente und Costa weisen mittlere Jahrestemperaturen von 25 bis 28 °C auf. In der Sierra liegen die Werte je nach Höhenlage zwischen 7 und 21 °C. Quito liegt auf einer Höhe von 2 850 Metern und weist eine jährliche Durchschnittstemperatur von 12,8 °C auf. Während die Jahresniederschläge im Oriente Mittelwerte von mehr als 3 000 Millimetern erreichen, ist die Costa unter Einwirkung des kalten Humboldtstroms eher trocken. Die Außenflanken der Sierra erhalten bis 5 000 Millimeter, während im Zentralplateau eine bis zu neun Monate im Jahr dauernde Trockenzeit ausgeprägt ist.
Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Staaten steht in Ecuador ein Großteil (53,6 Prozent (2007)) der gesamten Landesfläche unter Naturschutz. Insgesamt sind 38,3 Prozent der Gesamtfläche Ecuadors bewaldet. Die ursprüngliche Vegetation der nördlichen Costa ist der tropische Regenwald. Inzwischen wurden weite Areale durch Abholzung und Plantagenwirtschaft zerstört. Steigungsregen in der Sierra sorgen für besonders üppige Vegetation. Hier geht der Bergwald allmählich in den Nebelwald über. Oberhalb der Baumgrenze ist in circa 4 000 Meter Höhe der Páramo, eine tropische Heidevegetation, ausgebildet. Zu den Tierarten Ecuadors gehören Papageien, Kondore, Jaguare, Ozelots, Nasenbären, Krabbenwaschbären sowie Kapuziner- und Klammeraffen. Die Tierwelt der Galápagos-Inseln ist mit ihren Riesenschildkröten, Meerechsen, flugunfähigen Kormoranen und den berühmten Darwinfinken einzigartig.
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