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Corticoide

Enzyklopädieartikel

Corticoide, auch Kortikoide oder Corticosteroide, Steroidhormone aus der Außenschicht (Rinde oder Cortex) der Nebennieren.

Untergruppen der Corticoide sind einerseits die Glucocorticoide wie Corticosteron (siehe Hydrocortison), die für den Stoffwechsel und die Reaktion des Organismus auf Stress unentbehrlich sind. Andererseits zählen dazu die Mineralcorticoide, die andere wichtige Regulationsaufgaben erfüllen und z. B. für die Aufrechterhaltung des Ionengleichgewichts sorgen. Ausgangssubstanz für die Bildung von Corticoiden im Organismus ist Cholesterin. Corticoide werden in der Medizin u. a. bei Entzündungen, Asthma oder Ekzemen eingesetzt. Die Nebennierenrinde scheidet auch Geschlechtshormone aus, diese werden allerdings in den Hoden und Eierstöcken in wesentlich größerer Menge produziert. Im Alter beeinträchtigen Corticoide die Gedächtnisleistung, da der Hippocampus, die für Erinnerungen zuständige Hirnstruktur, unter dem Einfluss dieser Stresshormone keine neuen Nervenzellen bildet.

Siehe auch Endokrines System; Steroide

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