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Windows Live® Suchergebnisse TölpelEnzyklopädieartikel
Tölpel, Familie großer Meeresvögel, die als Stoßtaucher Schwimmhäute zwischen den Zehen und eine aerodynamisch günstige Körperform besitzen. Tölpel sind weltweit an tropischen und subtropischen sowie an europäischen Küsten verbreitet; sie unternehmen weite Wanderungen über das Meer. Ihren Namen erhielten sie wegen ihres zutraulichen, scheinbar tölpelhaften Verhaltens. Tölpel tauchen im Stoßflug nach Fischen. Sie brüten in großen Kolonien nahe der Küste und zeigen eine auffällige Bodenbalz. Die meisten Arten bauen grobe Nester auf dem Boden. Pro Brutsaison werden ein bis zwei Junge aufgezogen. Die Brutwärme übertragen die auf den Galápagos-Inseln lebenden Maskentölpel dabei nicht mit dem Bauch, sondern mit ihren Füßen, die Temperaturen bis zu 40 °C erreichen können (Journal of Experimental Biology, 2004). Einige Arten haben auffallend gefärbte Beine. Mit 71 Zentimeter Größe ist der Rotfußtölpel die kleinste Art. Er baut sein Nest in niedrigen Bäumen und Sträuchern. Der Brauntölpel ist braun gefärbt. Er hat einen weißen Bauch und weiße Flügelstreifen und erreicht eine Körpergröße von 75 Zentimetern. Der in den großen Kolonien des Guanotölpels anfallende Guano wird an der peruanischen Küste als Dünger abgebaut. Guanotölpel sind allerdings in ihrem Bestand stark zurückgegangen, was auf die starke wirtschaftliche Nutzung der Anchovisbestände zurückzuführen ist, die den Hauptbestandteil ihrer Nahrung bilden. Der Basstölpel brütet an westeuropäischen Küsten. Systematische Einordnung: Tölpel bilden die Familie Sulidae der Ordnung Pelecaniformes. Der Maskentölpel heißt wissenschaftlich Sula dactylatra, der Rotfußtölpel Sula sula und der Brauntölpel Sula leucogaster. Der Guanotölpel wird Sula variegata genannt und der Basstölpel Sula bassana.
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