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Windows Live® Suchergebnisse Luigi GalvaniEnzyklopädieartikel
Luigi Galvani (1737-1798), italienischer Arzt, Physiologe und Naturforscher, der zu den Wegbereitern der Elektrochemie zählt. Galvani wurde am 9. September 1737 als Sohn einer Patrizierfamilie in Bologna geboren. Nach seiner Schulausbildung begann er in Bologna Medizin zu studieren, als Nebenfach belegte er Philosophie. Nach Abschluss des Studiums (1759) arbeitete Galvani zunächst als Arzt und Chirurg, wobei er sich nebenbei anatomischen Forschungen widmete. Ab 1768 unterrichtete er als Dozent an einem medizinischen Institut in Bologna. 1775 wurde Galvani Professor für Anatomie an der Universität von Bologna und 1782 Professor für Gynäkologie. Nachdem 1796 französische Truppen Bologna besetzt hatten weigerte sich Galvani, Napoleon die Treue zu schwören. Man enthob ihn daraufhin all seiner Ämter. Der Gelehrte kam zunächst bei seinem Bruder unter und versuchte sich zu rehabilitieren. Er starb am 4. Dezember 1798 in Bologna. Galvani untersuchte die Auswirkungen von Elektrizität auf Nerven und Muskeln. Durch Zufall entdeckte er 1780, dass frisch präparierte Muskeln von Froschschenkeln zusammenzucken, wenn sie mit zwei verschiedenen Metallen in Berührung kommen, die miteinander leitend in Verbindung standen. Später wiederholte Galvani diese Versuche mit einer Elektrisiermaschine. Galvani ging (nicht ganz zu unrecht) davon aus, dass sich im Froschschenkel, dessen Funktion er mit einer Leidener Flasche verglich, eine Elektrizitätsquelle befinde. Seine Entdeckung gab der Naturforscher 1791 öffentlich bekannt. Nach Galvanis Tod 1798 führte Allessandro Volta die Versuche weiter. Volta untersuchte die Ursachen der „galvanischen” Stromerzeugung und entwickelte schließlich das galvanische Element und die Volta’sche Säule, Vorläuferin der heutigen Batterie. Auf den Namen Galvanis gehen u. a. Begriffe wie Galvanismus (Lehre vom galvanischen Strom), Galvanisieren, Galvanotechnik und Galvanometer zurück.
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