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Windows Live® Suchergebnisse ErdwolfEnzyklopädieartikel
Erdwolf, dämmerungs- und nachtaktives Raubtier, das in Steppen- und Dornbuschgebieten im Osten und Süden Afrikas lebt und verwandtschaftliche Beziehungen zu Hyänen und Schleichkatzen aufweist. Mit einer Schulterhöhe von 45 bis 50 Zentimetern und einer Kopfrumpflänge von 65 bis 80 Zentimetern ist der Erdwolf jedoch kleiner als Hyänen. Das Fell besteht aus langen Grannenhaaren mit weichem Unterfell. Es ist gelbbraun gefärbt mit schwarzer Streifenzeichnung. Die Nahrung des Erdwolfes besteht hauptsächlich aus einer bestimmten Termitenart, zudem frisst er Ameisen und andere Insekten. In Anpassung daran ähnelt sein Gebiss dem eines Insektenfressers. Bei Gefahr stellt er seine Mähne auf und sondert aus seinen Analdrüsen eine übel riechende Flüssigkeit ab. Erdwölfe leben einzeln oder paarweise, sie bilden Territorien (siehe Revierverhalten) von ein bis zwei Quadratkilometer Größe. Im Dezember bringen die Weibchen nach einer Tragzeit von etwa 90 Tagen in einer Erdhöhle ein bis fünf Junge zur Welt, die zwei bis drei Monate gesäugt werden. In Gefangenschaft wurde ein Erdwolf 25 Jahre alt. Nahrungsfeinde des Erdwolfes sind andere Raubtiere, viele Erdwölfe fallen dem Straßenverkehr zum Opfer. Der Bestand dieser Art ist rückläufig. Systematische Einordnung: Die wissenschaftliche Bezeichnung des Erdwolfes lautet Proteles cristatus. Seine Familienzugehörigkeit ist umstritten. Er wird entweder der Familie der Hyänen oder einer eigenen Familie, den Protelidae, zugeordnet.
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