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    Dieser Artikel befasst sich mit einer Unterordnung der Insekten. Weiteres siehe: Mücke (Begriffsklärung).

  • Mücken

    Mücken: Im Schutze der Dämmerung . Jetzt schwärmen die Angreifer aus... Bei uns sind Insektenstiche oft nur lästig. In tropischen Regionen können sie jedoch gefährlich werden ...

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Fliegen und Mücken

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Artikelgliederung
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Einleitung

Fliegen und Mücken, auch Zweiflügler, Ordnung zweiflügeliger Insekten.

Zu dieser Ordnung gehören beispielsweise die bekannten Stubenfliegen, Schwebfliegen, Kriebelmücken, Stechmücken, Essigfliegen, Bremsen und Dasselfliegen. Köcherfliegen und Eintagsfliegen sind mit Fliegen nicht näher verwandt; äußerlich erkennbar ist dies bereits daran, dass sie vier Flügel haben. Fliegen und Mücken haben sich aus vierflügeligen Insekten entwickelt. Mit ihrem schnell schlagenden Flügelpaar gehören sie zu den schnellsten Fluginsekten. Hinterflügel sind nur rudimentär vorhanden, sie sind zu einem Paar Schwingkölbchen (Halteren) umgewandelt, die zum Ausbalancieren des Fluges dienen.

Mit mehr als 80 000 bekannten Arten bilden die Zweiflügler die viertgrößte Ordnung im Tierreich. Man findet sie auf der ganzen Welt, sogar in der Antarktis, besonders weit verbreitet sind sie jedoch in feuchtwarmen Klimazonen. Selbst in Mitteleuropa werden noch heute der Wissenschaft völlig unbekannte Arten entdeckt: So berichtete eine Forschungsanstalt 1998, in einem Schweizer Waldgebiet seien insgesamt 20 neue Dipterenarten gefunden worden. Zu den Mücken gehören schlanke Insekten mit langen Fühlern wie Stechmücken, Schnaken, Zuckmücken, Gallmücken, Haarmücken und Kriebelmücken. Fliegen haben gedrungenere Körper und kurze Fühler; zu ihnen gehören neben vielen anderen Bremsen, Raubfliegen, , Essigfliegen und Tsetsefliegen. Zweiflügler erreichen Körperlängen von weniger als einem Millimeter bis fünf Zentimeter.

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Kennzeichen

Fliegen haben wie alle anderen Insekten Komplexaugen, die bei der Stubenfliege aus nicht weniger als 4 000 Facetten bestehen. Die Augen erfassen eher Lichtveränderungen und plötzliche Bewegungen als Abbilder der Umwelt.

Mücken und Fliegen haben beide lang ausgezogene Mundwerkzeuge, die sich an der Spitze gabeln, so genannte Rüssel. Wie man es von der Stubenfliege kennt, saugen die Insekten auf feuchten Oberflächen mit Hilfe einer blasebalgähnlichen Pumpe im Kopf Flüssigkeiten auf. Wollschweber haben einen langen Rüssel, der tief in Blüten hineinreicht, so dass sie Nektar aufnehmen können. Bremsen und Dasselfliegen haben auch Mandibeln und Maxillen, das sind dolchförmige, kieferartige Mundwerkzeuge, mit denen sie in die Haut ihrer Wirte schneiden können. Weibliche Stechmücken haben ein weiteres Bündel Stechborsten, über das Speichel in die Wunde gelangt, damit das Blut nicht gerinnen kann. Manche Mücken saugen auch an anderen Insekten.

Die sechs Beine der Fliegen und Mücken enden je in einem Fuß mit einem Paar zangenartiger Klauen, die der Haftung auf rauen Oberflächen dienen. Unter diesen Klauen befindet sich ein fleischiges so genanntes Haftläppchen aus Drüsengewebe, mit dem die Insekten sich auf glatten Oberflächen anheften. Deshalb können Stubenfliegen an der Zimmerdecke laufen.

Die Flügel der Mücken sind von weniger Adern durchzogen als diejenigen der meisten anderen Insekten. Bei fast allen Zweiflüglern dienen Anzahl und Anordnung der Flügeladern als Unterscheidungsmerkmale zwischen Artengruppen. Die Halteren, rückgebildete Hinterflügel der Zweiflügler, schlagen im gleichen Rhythmus wie die Vorderflügel: Sie dienen als Lagestabilisatoren, so dass die kräftigen Vorderflügel das Insekt voranbringen können, ohne dass es ins Trudeln gerät, und vielleicht auch als Ruder, mit deren Hilfe das Insekt Kurs hält.

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Fortpflanzung

Zweiflügler machen eine vollständige Verwandlung vom Ei über Larve und Puppe bis zum ausgewachsenen Insekt durch. Form und Größe der Eier sind von Art zu Art sehr unterschiedlich. Sie werden in der Regel in großer Zahl in einer Umgebung abgelegt, die den Larven ihre Nahrung sichert: beispielsweise auf Aas, in Dunghaufen oder in Teichen. Stubenfliegen haben ausfahrbare Legeröhren, mit denen sie ihre Eier in weiches, verfallendes Material legen; Gallmücken und Essigfliegen haben feststehende Legebohrer, mit denen sie Stämme, Stängel und Früchte anbohren können. Stechmücken und Kriebelmücken legen ihre Eier ans oder ins Wasser.

Die Larven wachsen schnell heran. Beispielsweise schlüpfen bei den Stubenfliegen grauweiße Maden von zwei Millimetern Länge. Am dritten Tag hat die Made sich schon zweimal gehäutet, am sechsten oder siebten Tag ist sie zwölf Millimeter lang und verpuppt sich dann in ihrer letzten Larvenhaut. Vier oder fünf Tage lang ruht die braune Puppe, während die Zellen des Insekts neu organisiert werden und die Form der ausgewachsenen Fliege annehmen. Die fertige Stubenfliege sprengt die Puppenhülle, entfaltet ihre verknitterten Flügel und kann fliegen und sich vermehren.

Fliegen und Mücken schädigen Kulturpflanzen, sie schmarotzen unter der Haut von Tieren und verursachen die Myiasis, die Dasselfliegenkrankheit; sie sind die Überträger von Typhus, Milzbrand, Cholera und Ruhr. Stechmücken übertragen Malaria, das Denguefieber, Enzephalitis und Elefantiasis. Wie eine 1997 veröffentlichte Untersuchung zeigt, können Stubenfliegen auch das Bakterium Helicobacter pylori übertragen. Dieses Bakterium verursacht Magengeschwüre und Gastritis. Stubenfliegen beherbergen das Bakterium an ihrem Körper und in ihrem Verdauungstrakt. Man nimmt an, dass Menschen insbesondere durch die Exkremente der Stubenfliegen infiziert werden.

Ungeachtet ihrer Schädlichkeit für den Menschen spielen Zweiflügler für das Gleichgewicht der Natur eine wichtige Rolle. Sie bestäuben Pflanzen, sind wichtige Glieder in Nahrungsnetzen, und sie beschleunigen die Zersetzung von Aas, Fäkalien und Pflanzenabfällen. Darüber hinaus vertilgen sie sehr viele andere Insekten. Die etwa 5 000 Arten der Tachinen oder Raupenfliegen ernähren sich von anderen Insekten und werden manchmal auch zur Bekämpfung schädlicher Arten eingesetzt.

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Systematische Einordnung

Fliegen und Mücken bilden die Ordnung Diptera. Fliegen bilden die Unterordnung Brachycera. Mücken werden als „Nematocera” bezeichnet, diese Gruppe ist jedoch keine stammesgeschichtliche Einheit.

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