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Schmerzmittel

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Schmerzmittel, Analgetika, Klasse von Arzneimitteln, die schmerzlindernd oder -stillend wirken, ohne Bewusstlosigkeit herbeizuführen.

Die Bandbreite dieser Arzneimittel reicht von Narkotika wie Morphium und Codein bis zu einer breiten Palette nichtnarkotischer Mittel wie Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Paracetamol und Ibuprofen. Zu den äußerlich angewendeten Mitteln mit schmerzlinderndem Effekt zählt beispielsweise Hydrocortison. Gering dosierte Anästhetika und Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) wie Benzocain sind ebenfalls schmerzstillend. In Deutschland gibt es nach Angaben von 1998 drei Millionen Schmerzkranke.

Narkotische Schmerzmittel wirken auf das Zentralnervensystem, zählen zu den Suchtmitteln und werden nur bei starken Schmerzen eingesetzt. Auch synthetische Opioide wie Propoxyphen, Pentazocin und Butorphanol sind stark suchtgefährdend. Nichtnarkotische Schmerzmittel hemmen die Prostaglandinbildung. Acetylsalicylsäure wirkt Entzündungen entgegen, kann jedoch den Magen reizen. Paracetamol dagegen ist weniger entzündungshemmend. Auch Ibuprofen ist ein entzündungshemmendes Mittel; als Nebenwirkungen können Magenreizungen, eine Verstärkung bestehenden Bluthochdrucks sowie Nierenschäden auftreten. Seit der Entdeckung der natürlichen Opioidrezeptoren des Zentralnervensystems und der Endorphine und Enkephaline (Hormone, die sich an diese Rezeptoren binden) wird nach Möglichkeiten geforscht, diese Mechanismen zur Schmerzbekämpfung zu nutzen.

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