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Wasserdampf

Enzyklopädieartikel

Wasserdampf, Wasser im Dampfzustand, in dem es bei der Erzeugung elektrischer Energie und bei vielen verschiedenen industriellen Prozessen verwendet wird. Die Verfahren für Erzeugung und Anwendung des Wasserdampfes spielen in der Technik eine große Rolle. Wasserdampf für Elektrizitätswerke gewinnt man mit Hilfe der Wärme, die beim Verbrennen von Kohle bzw. Gas oder bei der Spaltung der Uran-Atomkerne entsteht (siehe Dampfmaschine; Turbine). Wasserdampf wird auch heute noch häufig für die Heizung verwendet und um Schiffe anzutreiben.

Der Siedepunkt des Wassers beim normalen Atmosphärendruck auf Meereshöhe, also bei 101,3 Kilopascal (kPa), liegt bei 100 °C. Bei dieser Temperatur ist die Zufuhr einer Wärmemenge von über 2 000 Kilojoule nötig, um einen Liter Wasser zu verdampfen. Bei Druckerhöhung steigt der Siedepunkt des Wassers an, z. B. auf 374,15 °C bei einem Druck von 222,1 Kilopascal. Diese Temperatur entspricht derjenigen am kritischen Punkt. Bei höheren Temperaturen kann Wasser nicht als Flüssigkeit vorliegen. Am kritischen Punkt selbst werden Gas- und Flüssigkeitsphase ununterscheidbar.

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