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Windows Live® Suchergebnisse John LawEnzyklopädieartikel
John Law (1671-1729), schottischer Nationalökonom und Finanzreformer. Law wurde am 21. April 1671 in Edinburgh geboren. 1694 floh er nach einem Duell nach Amsterdam und lernte das dortige Bankwesen kennen. Laws ökonomische Theorie, die er später in seiner Schrift Money and Trade Considered (1720) begründete, basierte auf der Annahme, dass Kredite und durch Grundbesitz gedecktes Papiergeldvermögen besser zur Produktionsförderung geeignet seien als Münzen. Das schottische Parlament lehnte aber Laws Reform der Bank of Scotland ab. Daraufhin ging er nach Frankreich und gründet dort 1716 im Auftrag des Königs die Banque Générale. Das Geldinstitut gab ab 1718 als Banque Royale große Mengen an Banknoten heraus. Im gleichen Jahr entwickelte Law seinen so genannten Mississippi-Plan, um die Einnahmen Frankreichs zu erhöhen und zu festigen: Seine Compagnie de la Louisiane ou d’Occident kontrollierte große Landgebiete um den Mississippi und sicherte sich für 250 Jahre exklusiv die Handelsrechte in dieser Region. 1719 übernahm die Gesellschaft auch die rivalisierenden Ostindien- und Chinakompanien. 1720 wurde Law französischer Staatsrat und Generalkontrolleur der Finanzen. Als Anteile am Mississippi-Unternehmen zum Verkauf angeboten wurden, kam es zu einer großen Spekulationswelle, und die Kurse der Anteile stiegen in unrealistische Höhen. Gleichzeitig wurde das Land von Papiergeld überflutet. Als durch einen königlichen Erlass der Wert der Banknoten halbiert wurde, fielen auch die Kurse der Anteile an Laws Gesellschaft, die mit seiner Bank zusammengeschlossen worden war. Die Bank stellte die Zahlungen ein. Die erste Papiergeldinflation führte zum Zusammenbruch der französischen Notenbank. Law floh nach Venedig, wo er am 21. März 1729 verarmt starb.
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