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George Herbert Mead

Enzyklopädieartikel

George Herbert Mead (1863-1931), amerikanischer Philosoph und Sozialpsychologe. Er wurde in South Hadley (Massachusetts) geboren und studierte an verschiedenen Universitäten in Europa und den Vereinigten Staaten. Seit 1894 war er Professor an der Universität von Chicago. Mead ist ein Vertreter des amerikanischen Pragmatismus.

Meads Denken ist von der Evolutionstheorie beeinflusst worden und betont das natürliche Entstehen des Geistes und des Selbst innerhalb der sozialen Ordnung. Für Mead geht das Selbst aus einem sozialen Prozess hervor, in dem ein Wesen sich seiner selbst bewusst wird. Das Selbstbewusstsein ist das Ergebnis der Wechselbeziehung des Organismus mit seiner Umgebung, wobei die Kommunikation eine wesentliche Rolle spielt. Die Sprache ist ein Mechanismus, der die Entwicklung des Selbstbewusstseins bedingt. Auch den Geist hält Mead für ein soziales Produkt. Der Geist oder die Intelligenz ist ein Instrument, das vom Individuum entwickelt wurde, um Probleme rational zu lösen.

Zu Lebzeiten veröffentlichte der Philosoph ausschließlich Artikel. Erst nach seinem Tod erschienen seine Bücher, die auf Manuskripten und Mitschriften von Studenten beruhten. Zu den bedeutendsten Werken zählen Mind, Self, and Society from the Standpoint of a Social Behaviorist (1934, Geist, Identität und Gesellschaft) und The Philosophy of the Act (1938, Die Philosophie der Sozialität).

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