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Windows Live® Suchergebnisse MosesEnzyklopädieartikel
Moses, Prophet, Gesetzgeber und Führer des Volkes Israel. Im Islam wird er als Musa verehrt. Seine Lebensgeschichte findet sich in den alttestamentlichen Büchern Exodus und Deuteronomium. Danach wurde er in Goshen geboren, das zu Altägypten gehörte. Der Legende zufolge, die im Alten Testament geschildert wird, hatte der ägyptische Pharao kurz vor der Geburt Moses’ angeordnet, alle männlichen Nachkommen der Israeliten zu töten. Um ihr Kind zu retten, legte Moses’ Mutter es in einen Korb aus Papyrus und setzte es auf dem Nil aus (A.T., Exodus 2, 4; Numeri 26, 59). Es wurde von der Tochter des Pharaos gerettet, die den Säugling wie ihr eigenes Kind aufzog. Als Moses groß geworden war, tötete er einen Ägypter, der einen Hebräer umgebracht hatte, und floh daraufhin aus Ägypten. Zu dieser Zeit erschien ihm Gott in einem brennenden Dornbusch und befahl ihm, nach Ägypten zurückzukehren und sein Volk aus der Knechtschaft zu befreien. Er sollte es aus Ägypten in das Land Kanaan führen, in das spätere Palästina, um sich dort dauerhaft niederzulassen. Um ihm bei diesem Vorhaben beizustehen, verlieh Gott Moses angeblich die Fähigkeit, Wunder zu wirken. Moses ging mit seinem Bruder Aaron zum Pharao, aber trotz der Wunder, die er wirkte, wie die Verwandlung des Nilwassers in Blut und das Herbeiführen von Plagen über die Ägypter, ließ der Pharao das Volk Israel nicht ziehen. Schließlich gab er seine Einwilligung, und Moses führte die Israeliten aus Ägypten nach Kanaan. Als sie sich dem Roten Meer näherten, wurde sie von der ägyptischen Armee verfolgt. Moses streckte seinen Arm aus, worauf sich das Rote Meer teilte, das Wasser zwei Mauern bildete und trockenes Land zwischen ihnen ließ. Die Israeliten zogen auf dem Trockenen weiter, aber als die Ägypter ihnen folgen wollten, fielen die Mauern aus Wasser über sie, und sie ertranken. Als die Israeliten den Berg Sinai erreichten, stieg Moses hinauf und verbrachte dort 40 Tage und 40 Nächte, wobei ihm Gott zwei steinerne Tafeln mit den Zehn Geboten überreichte, die zum grundlegenden Gesetz der Israeliten wurden. Nachdem die Israeliten 40 Jahre lang unter Moses’ Führung durch die Wüste gewandert waren, erreichten sie schließlich das Land Kanaan. Bevor Moses starb, ließ ihn Gott das Gelobte Land vom Gipfel des Gebirges Pisga (heute in Jordanien) sehen. Vor seinem Tod hatte er die Führung des Volkes auf Josua übertragen. Moses gilt auch als Verfasser der ersten fünf Bücher des Alten Testaments, des Pentateuch sowie anderer Teile des Alten Testaments. Es ist jedoch erwiesen, dass dieser Teil das Werk mehrerer Autoren war. Moses spielt auch im Christentum eine bedeutende Rolle. Bei der Verklärung Christi verkörpert er das Gesetz (N. T., Matthäus 17, 3), und im Brief an die Hebräer wird seine Funktion im Heilsplan mit der Christi verglichen (N. T., Hebräer 3, 1-6). Darüber hinaus wird er im Johannesevangelium erwähnt, wo betont wird, dass Christus die Heilige Schrift erfüllt (N. T., Johannes 1, 17).
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