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Windows Live® Suchergebnisse San MarinoEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
San Marino, amtlich italienisch Repubblica di San Marino, Republik auf der Apenninhalbinsel südwestlich von Rimini. Mit einer Fläche von 61 Quadratkilometern ist das vollständig von italienischem Staatsgebiet umgebene San Marino einer der kleinsten Staaten Europas. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 30 000 (2008). Landeshauptstadt ist die Stadt San Marino (2003: rund 4 600 Einwohner).
San Marino erstreckt sich auf der Ostabdachung des Etruskischen Apennins über zwölf Kilometer von Norden nach Süden. Die Republik wird vom Rücken des steil abfallenden Monte Titano (739 Meter) durchzogen. An seinem Gipfel befinden sich die Befestigungsanlagen der Burg San Marino. Die übrigen neun Dorfgemeinden liegen am Abhang bzw. am Bergfuß. Vom Klima und von der Vegetation gleicht San Marino den umliegenden italienischen Landschaften.
Etwa 93 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben. Mehr als 20 000 Sanmarinesen arbeiten und wohnen außerhalb der Staatsgrenzen, vorwiegend in Italien. Einzige größere Stadt ist San Marino. Amtssprache des Landes ist Italienisch. Der überwiegende Teil der Bewohner spricht Romagnol, einen italienischen Dialekt, der auch in der Region Emilia-Romagna gesprochen wird.
Laut der 1971 letztmals geänderten Verfassung ist San Marino eine parlamentarische Republik. Die Legislative liegt beim Parlament (Consiglio Grande e Generale), das sich aus 60 für jeweils fünf Jahre gewählten Abgeordneten zusammensetzt. Die Exekutive hat der zehnköpfige Staatsrat (Congresso di Stato) inne, der vom Parlament aus seiner Mitte für ebenfalls fünf Jahre gewählt wird. Staatsoberhaupt sind die beiden Kapitäne (Capitani reggenti), die das Parlament jeweils für sechs Monate wählt. Staatsrat und Kapitäne bilden zusammen den Rat der Zwölf (Consiglio dei XII), der u. a. für die Verfassungsgerichtsbarkeit zuständig ist. Verwaltungsmäßig ist San Marino in neun Bezirke unterteilt. Die wichtigsten politischen Parteien in San Marino sind der Partido Democratico Cristiano Sanmarinese (PDCS, Christlich Demokratische Partei), der Partido Democratico di Progresso (PDP, Demokratische Fortschrittliche Partei, hervorgegangen aus der Kommunistischen Partei) und der Partido Socialista Sanmarinese (PSS, Sozialistische Partei).
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