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  • Friedrich Schleiermacher – Wikipedia

    Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (* 21. November 1768 in Breslau; † 12. Februar 1834 in Berlin) war protestantischer Theologe, Philosoph und Pädagoge.

  • Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher

    21.11.1768, Breslau † 12.02.1834, Berlin. Protestantischer Theologe, Philosoph und Pädagoge. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher war als erster Theoretiker bestrebt, eine ...

  • Friedrich Schleiermacher

    Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher geb. 21.11.1768 (Breslau) gest. 12.02.1834 ( Berlin) Philosoph, Theologe, Pfarrer Ehrengrab Dreifaltigkeits-Friedhof II.

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Friedrich Schleiermacher

Enzyklopädieartikel

Friedrich Schleiermacher (1768-1834), deutscher Theologe und Philosoph.

Schleiermacher wurde am 21. November 1768 in Breslau geboren. Er wurde in den Anstalten der Herrnhuter Brüdergemeine erzogen, wo er die klassischen Werke der Antike schätzen lernte und einen ausgeprägten Sinn für das religiöse Leben entwickelte. Allerdings empfand er die Lehre der Herrnhuter als zu einschränkend, da sie die Beschäftigung mit zeitgenössischen philosophischen Richtungen ablehnte. 1787 begann er an der Universität Halle Philosophie zu studieren. Er beschäftigte sich eingehend mit Aristoteles und Immanuel Kant. 1794 wurde er Professor und 1796 Prediger an der Berliner Charité. Dort kam er mit dem Kreis der Romantiker in Berührung, wo er Freundschaft mit Friedrich von Schlegel schloss. In dieser Zeit begann er mit der Übersetzung von Platons Werken (veröffentlicht 1804-1828). Dessen Denken prägte das philosophische Werk Schleiermachers entscheidend, in welchem er der Hermeneutik eine wichtige Stellung einräumte. Hauptsächlich setzte er sich in seiner Philosophie jedoch mit Fragen der Ethik auseinander, so in dem Jugendwerk Über das höchste Gut, Über die Freiheit, Über den Wert des Lebens (1789-1793), in dem unter einem Pseudonym erschienenen Titel Theorie des gesellschaftlichen Betragens (1799), in den berühmten Monologen (1800) und in den Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre (1803).

In seiner Schrift Über die Religion, Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern (1799) bestimmt Schleiermacher das Wesen der Religion als „Anschauung und Gefühl des Universums” und als „eine Art Unendliches im Endlichen”. Unabhängig von der jeweiligen Lehre betrachtet er Religion als tief verwurzelte, umfassende Erfahrung der Menschheit, die für alle Kulturen notwendig ist. Die Erkenntnis der Seele ist für ihn mit der Erkenntnis von Gott untrennbar verbunden – eine Auffassung, die bereits rund 1 400 Jahre zuvor von Augustinus vertreten wurde.

In dem zweibändigen Hauptwerk Der christliche Glaube (1821-1830) entwickelt er seine Theologie. Er bezeichnet die Religion als „Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit”, als Abhängigkeit des endlichen Selbst von dem Unendlichen bzw. von Gott. Die Sünde erwachse aus der Unfähigkeit, zwischen dem zu unterscheiden, wovon ein Individuum völlig abhängig ist, nämlich von Gott, und dem, wovon es bloß relativ abhängig ist, nämlich von der vergänglichen Welt.

Schleiermacher starb am 12. Februar 1834 in Berlin. Weitere theologische Werke sind Die Weihnachtsfeier (1806) und Kurze Darstellung des theologischen Studiums (1811).

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