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Shenyang

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Stahlarbeiter in ShenyangStahlarbeiter in Shenyang

Shenyang, früher Mukden, Stadt im Nordosten von China, Hauptstadt der Provinz Liaoning, am rechten Ufer des Hun He, einem Nebenfluss des Liao He.

Shenyang ist das herausragende Wirtschafts- und Kulturzentrum im Nordosten des Landes. Auf der Basis der im Umland geförderten Vorkommen an Kohle und Erzen entwickelte sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine vielseitige Industrie. Zu den wichtigsten Produktionszweigen gehören u. a. Maschinenbau, Eisen- und Stahlindustrie, Fahrzeugbau (vor allem Flugzeuge und Lokomotiven), Elektrotechnik und die Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Bekleidung, Lederwaren und Nahrungsmitteln. Shenyang verfügt über einen internationalen Flughafen und einen Hafen am Hun He. Auch als Eisenbahnknotenpunkt ist die Stadt verkehrstechnisch von Bedeutung.

Als Bildungszentrum umfasst Shenyang die Nordostchinesische Technische Hochschule, eine medizinische Hochschule, ein Musikkonservatorium und mehrere Bibliotheken. Herausragendes Bauwerk ist der Kaiserpalast aus der Zeit der Qing-Dynastie im Zentrum der Stadt. Die Palastanlage ähnelt der Verbotenen Stadt in Peking. Mit dem Bau wurde 1625 begonnen, die gesamte Anlage wurde später mehrfach umgestaltet und erweitert. Die beiden kaiserlichen Mausoleen sind im traditionellen Stil chinesischer Fürstengräber angelegt. Beide gliedern sich in einen mit Tierskulpturen verzierten Eingangsbereich, einen Kultbereich mit Opfergebäude und die unterirdische Grabanlage. Das nördliche Kaisergrab ist die Ruhestätte für Abahai, den Begründer der Qing-Dynastie; die von einem mehr als 300 Hektar großen Park umgebene Anlage wurde ab 1643 erbaut. Die kleinere östliche Nekropole wurde ab 1629 für Nurhachi, den Vater von Abahai, errichtet. Die Grabstätten der Qing- wie auch die der früheren Ming-Dynastie wurden im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Shenyang, ursprünglich unter dem Namen Shen bekannt, war zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert eine florierende mongolische Handelsstation. Später stand sie als Fengtien unter chinesischer Oberhoheit (1368-1625) und war von 1625 bis 1644 eine frühe Hauptstadt der Qing-Dynastie, bevor diese China eroberte und die Regierungszentrale nach Peking verlegte. Unter der Herrschaft der Qing trug die Stadt den Namen Mukden bzw. Shenking. Die moderne Entwicklung, die infolge russischer Interessen 1895 eingeleitet worden war, setzte sich auch unter den Japanern fort, die die Stadt nach dem Russisch-Japanischen Krieg (1904/1905) kontrollierten. Nachdem diese die industriellen Anlagen geplündert hatten, wurde die Stadt 1945 an China zurückgegeben und 1948 in Shenyang umbenannt. Von 1949 bis 1954 war sie Hauptstadt der kurzlebigen Verwaltungsregion Nordosten.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6,80 Millionen.

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