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Windows Live® Suchergebnisse AraberEnzyklopädieartikel
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Araber (arabisch al-’arab), Eigenbezeichnung der historischen und gegenwärtigen Einwohner der Arabischen Halbinsel, die oft auch auf die Völker ausgeweitet wird, die hinsichtlich Abstammung, Sprache, Religion und Kultur eng mit ihnen verwandt sind. Gegenwärtig leben mehr als 200 Millionen Araber auf der Erde, die sich im Wesentlichen auf 21 Länder verteilen. Sie stellen die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Saudi-Arabien, Syrien, im Jemen, in Jordanien, im Libanon, im Irak, in Ägypten und in den Staaten des Maghreb. Gemeinsam ist diesen Volksgruppen die arabische Sprache, die unter den Weltsprachen am sechstmeisten Sprecher zählt und den semitischen Sprachen zugerechnet wird. Die verschiedenen Dialekte des Arabischen sind so unterschiedlich, dass ihre jeweiligen Sprecher sich oft nur schwer oder gar nicht verständigen können. Die arabische Schrift, die auf das so genannte Hocharabisch der Schriften des Propheten Mohammed zurückgeht, wird jedoch überall verstanden. So bildet die gemeinsame Religion des Islam ein einigendes Band zwischen den verschiedenen arabischen Völkern. Sprache und Religion finden ihren gemeinsamen Ausdruck im Koran, der Heiligen Schrift des Islam.
Um etwa 1000 v. Chr. werden nach heutigem Wissensstand zum ersten Mal Araber (aribu) erwähnt. Es handelte sich dabei um eine relativ kleine Gruppe von Kamele reitenden Kriegern aus der Syrischen Wüste. Herodot wendete im 5. Jahrhundert v. Chr. in seiner Weltgeschichte den Begriff bereits für alle Bewohner der Arabischen Halbinsel an. Arabiens Kultur erlebte ihre erste Blüte bereits in vorchristlicher Zeit. In den Jahrhunderten nach dem Tod des Propheten Mohammed im Jahr 632 n. Chr. breitete sich der arabische Einfluss im gesamten Nahen Osten, in Teilen Europas, im Gebiet der Sahara sowie im Indischen Subkontinent bis nach Malaysia hin aus. Insbesondere auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet war während des Mittelalters die arabische den europäischen Kulturen weit überlegen. Das gilt vor allem für Astronomie, Mathematik, Medizin und Philosophie. Siehe islamische Kunst und Architektur; arabische Literatur; arabische Musik; arabische Philosophie
In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand die so genannte panarabische Bewegung. 1945 schlossen sich die arabischen Länder zur Arabischen Liga zusammen. Unter der Führung Ägyptens und Marokkos beriefen sich die Araber in zunehmendem Maße auf eigene nationalstaatliche Traditionen.
Der Islam, der im 7. Jahrhundert n. Chr. im Westen der Arabischen Halbinsel entstand, ist in den meisten arabischen Staaten die vorherrschende Religion. Fast überall spielt der Nationalismus eine bedeutende Rolle, und die Nationalisten benutzen die religiösen Traditionen des Islam mitunter dazu, um die Macht der herrschenden Klasse zu rechtfertigen. Allerdings bekennen sich auch rund 8 Prozent der arabischen Bevölkerung zum Christentum.
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