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    Giuseppe Fortunino Francesco Verdi (* 10. Oktober 1813 in Le Roncole bei Parma; † 27. Januar 1901 in Mailand), war ein italienischer Komponist, der vor allem für seine Opern ...

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    Giuseppe Fortunino Francesco Verdi (pronounced [dʒuˈzɛpːe ˈverdi] in Italian; October 9 or 10, 1813 – January 27, 1901) was an Italian Romantic composer, mainly of opera.

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Giuseppe Verdi

Enzyklopädieartikel
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Giuseppe Verdi: NabuccoGiuseppe Verdi: Nabucco
Artikelgliederung
1

Einleitung

Giuseppe Verdi (1813-1901), italienischer Komponist. Seine künstlerisch hochrangigen Bühnenwerke zählen zu den bedeutendsten in der Geschichte der Oper.

2

Jugendzeit

Verdi wurde am 10. Oktober 1813 in Le Roncole (heute zu Busseto gehörig) im damals französisch besetzten Herzogtum Parma geboren und stammte aus einfachen Verhältnissen. Er war zunächst Schüler des Organisten im nahe gelegenen Busseto, den er bereits ab 1822 an der Orgel vertrat. Ab 1825 nahm Verdi Kontrapunkt- und Kompositionsunterricht bei Ferdinando Provesi, dem Musikdirektor in Busseto. Ab 1828 sind erste Kompositionen belegt. 1829 wurde der gerade 16-jährige Verdi bereits Assistent von Provesi, ehe ihm die Stadt Busseto 1832 ein vierjähriges Stipendium bewilligte. Doch als er sich um die Aufnahme am Mailänder Konservatorium bewarb, wurde er dort abgewiesen. Die Unterstützung eines Mäzens, des Kaufmanns Antonio Barezzi, ermöglichte es ihm, Privatunterricht beim Mailänder Komponisten Vincenzo Lavigna zu nehmen (bis 1835). 1836 erhielt Verdi die Stelle des Musikdirektors in Busseto und heiratete Barezzis Tochter Margherita.

3

Frühwerk

Mit 25 Jahren ging Verdi 1838 erneut nach Mailand. Dort wurde seine erste Oper Oberto (Libretto von Antonio Piazza und Temistocle Solera) an der Scala 1839 mit mäßigem Erfolg aufgeführt, brachte Verdi aber immerhin einen Vertrag für drei weitere Opernkompositionen ein. Sein nächstes Werk, die komische Oper Un giorno di regno (1840; König für einen Tag, Libretto von Felice Romani nach Alexandre Pineux-Duval), erwies sich jedoch als Fehlschlag. Der Komponist geriet in eine tiefe Krise, die durch den Tod seiner beiden Kinder und seiner Frau verschärft wurde, und er spielte mit dem Gedanken, das Komponieren ganz aufzugeben. Nach über einem Jahr gelang es jedoch dem Direktor der Mailänder Scala, ihn zu einem neuen Werk zu überreden: Nabucco (1842, nach dem Libretto Nabucodonosor von Temistocle Solera). Das Werk erwies sich als Sensationserfolg, der Verdi auch erstmals außerhalb Norditaliens bekannt machte; bereits 1843 wurde die Oper in Wien, 1844 in Stuttgart (in deutscher Sprache) aufgeführt. Sie handelt von der babylonischen Gefangenschaft der Juden, und die italienische Öffentlichkeit deutete sie als Metapher für den Freiheitskampf gegen die österreichische Vorherrschaft in Norditalien. Der berühmte Gefangenenchor „Va, pensiero, sull’ ali dorate” gilt bis heute als heimliche Nationalhymne Italiens.

Die in rascher Folge komponierten Opern I Lombardi alla primo crociata (1843; Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug, Libretto Temistocle Solera) und Ernani (1844; Libretto Francesco Maria Piave nach Victor Hugo) wurden zu großen Erfolgen und verbreiteten Verdis Ruhm weiter. Von den nächsten elf Opern, die in den folgenden Jahren entstanden (Verdi sprach später von seinen „Galeerenjahren”), gelangten jedoch nur Macbeth (1847; Libretto Francesco Maria Piave nach William Shakespeare) und Luisa Miller (1849; Luise Miller; Libretto Salvadore Cammarano nach Friedrich Schiller) in das Standardrepertoire der Opernhäuser.

4

Pariser Jahre und internationale Triumphe

1847 übersiedelte Verdi zusammen mit der Sängerin Giuseppina Strepponi nach Paris und erlebte dort die Februarrevolution von 1848, ehe er 1849 mit seiner Lebensgefährtin nach Busseto zurückkehrte. Unter anderem auch durch die umjubelte Uraufführung seiner Oper La battaglia di Legnano (1849; Die Schlacht von Legnano, Libretto Salvadore Cammarano nach François Joseph Méry) in Rom – sie fand unmittelbar vor dem Einmarsch Giuseppe Garibaldis in die Stadt Rom statt – war Verdi zu einer Symbolfigur der italienischen Einigung geworden. Trotz seiner Berühmtheit musste der Komponist stets mit den Theaterapparaten um die Durchsetzung seiner Vorstellungen kämpfen; die Entstehung seiner Opern wurde häufig von Zensurproblemen und heftigen Auseinandersetzungen mit Librettisten und Intendanten begleitet.

Verdi gelang es jedoch meistens, sich zu behaupten. Seine drei folgenden Werke Rigoletto (1851, Francesco Maria Piave nach Victor Hugo), Il Trovatore (1853; Der Troubadour, Libretto Salvadore Cammarano nach Antonio García Gutiérrez) und La Traviata (1853, Libretto Francesco Maria Piave nach Alexandre Dumas) gelangten zu internationalem Ruhm und gehören noch immer zu den beliebtesten Opern überhaupt. Im Gegensatz zu Rigoletto und Il Trovatore erlebte Verdi bei der Uraufführung von La Traviata jedoch zunächst ein Fiasko – zu stark wich dieses Werk mit einer Prostituierten als Hauptfigur von den Erwartungen des Publikums ab; zudem verstießen die Inszenierung und die Sängerbesetzung der Uraufführung gegen die ausdrücklichen Wünsche des Komponisten. In einer Neufassung von 1854 erlebte diese Oper dann jedoch ihren triumphalen Erfolg, den sie bis heute fortsetzen konnte.

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