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Windows Live® Suchergebnisse KarateEnzyklopädieartikel
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Karate (japanisch eigentlich „leere Hand”), waffenlose Art der Selbstverteidigung und Zweikampfsportart, bei der man mit Händen und Füßen Schlag-, Stoß- und Tritttechniken anwendet. Ziel ist es auch, die Konzentrationsfähigkeit sowie allgemein die körperliche und geistige Fitness zu erhöhen. Zum Karate gehören wie bei anderen fernöstlichen Kampfsportarten auch die Aspekte Disziplin, Respekt und Philosophie. Man unterscheidet drei Formen von Karate: Shotokan, bei dem die Angriffe vor dem Körper abgestoppt werden; Leichtkontaktkarate, bei dem leichte Schläge und Stöße gegen den Körper erlaubt sind; und Vollkontaktkarate, bei dem mit ganzer Härte zugeschlagen werden darf.
Karate ist mit Judo und Jiu-Jitsu verwandt, es wird jedoch größerer Wert auf Schlagtechniken, einschließlich Fußtechniken und Handkantenschläge, als auf Festhalten oder Werfen des Gegners gelegt. Man unterscheidet Stoßtechniken (Zuki Waza), Schlagtechniken (Uchi Waza), Tritt-Techniken (Geri Waza) und Abwehrtechniken (Uke Waza). Das Wissen um die verwundbarsten Stellen des menschlichen Körpers, die mit Händen, Ellbogen, Knie oder Füßen angegriffen werden können, ist bei Karate besonders wichtig. Zu diesen Stellen gehören Gesicht, Hals, Wirbelsäule, Leistengegend und Nieren. Bei normalen Karatewettkämpfen oder Schaukämpfen darf der Körper nur oberhalb der Hüfte getroffen werden, und Schläge dürfen den Körper gar nicht oder nur leicht berühren. In einem ernsthaften Kampf könnten diese Schläge schwere Verletzungen hervorrufen oder sogar tödlich sein.
Eine Trainingshalle für Karate nennt man Dōjō, die weiße Trainingsbekleidung, die derjenigen im Judo ähnelt, bezeichnet man als Gi. Für die verschiedenen Schläge und Schritte, aus denen die Bewegungsabfolgen bestehen, gibt es mehr als 200 japanische Bezeichnungen. In der Karateausbildung gibt es verschiedene Leistungsgrade, die durch die Farbe des Gürtels angezeigt werden. Man unterscheidet Dan- (Meister) und Kiu-Grade (Schüler). In aufsteigender Reihenfolge sind die Farben der Kiu-Grade weiß, gelb, orange, grün, rot und braun. Die Farbe der Dan-Grade ist schwarz. Die höchsten Stufen sind die Dan-Grade neun und zehn.
Die Matte misst acht mal acht Meter. Im wettkampfmäßigen Sportkarate gibt es verschiedene Gewichtsklassen, und es wird in zwei verschiedenen Formen ausgeübt: Übungen ohne Gegner (Kata) und als Zweikampf, bei dem die verschiedenen Techniken mit Punkten bewertet werden (Ippon entspricht einem ganzen Punkt, Waza-ari einem halben Punkt). Bei Fouls werden Strafen verhängt, die je nach Schwere des Vergehens mit Verwarnungen und Punktgutschriften für den Gegner bis hin zur Diequalifikation geahndet werden können. Der Kampf wird von einem Mattenrichter geleitet, der die ausgeführten Techniken bewertet und der Anweisungen an die Kämpfer gibt. Zum Schiedsgericht an der Matte gehören außerdem ein Kampfrichter, ein Schiedsrichter, ein Zeitnehmer und ein Schriftführer.
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