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Windows Live® Suchergebnisse RabatEnzyklopädieartikel
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Rabat (Ribat), Hauptstadt von Marokko, in der Präfektur Rabat-Salé. Rabat liegt an der Mündung des Bou Regreg in den Atlantischen Ozean und bildet zusammen mit Salé eine Doppelstadt.
Rabat ist Residenz des marokkanischen Königs und Sitz der Regierung. Zu den wichtigsten Produktionszweigen der Hafenstadt gehören u. a. die Herstellung von Textilien, Leder- und Metallwaren sowie Baustoffen, darüber hinaus die Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Von herausragender Bedeutung ist auch das Kunsthandwerk, vor allem die Anfertigung von Teppichen („Rabatteppichen”), Schmuck, Holzschnitzereien und Keramik. Auch der Fremdenverkehr stellt eine wichtige Einkommensquelle dar; Rabat gehört neben Meknès, Fès und Marrakech zu den vier marokkanischen Königsstädten.
Die Stadt beherbergt zahlreiche Bildungseinrichtungen und Museen, darunter die Mohammed-V.-Universität (1957), das Nationale Konservatorium für Musik, Tanz und dramatische Künste, Institute für Landwirtschaft, öffentliche Verwaltung und Angewandte Wirtschaftswissenschaften sowie ein Antikenmuseum mit archäologischen Sammlungen und ein Museum für marokkanische Volkskunst. Das alte Stadtviertel (Medina), das neue Zentrum und der Bezirk des Königspalastes werden von der Almohadenmauer mit mehreren Türmen und Toren umschlossen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören zahlreiche Moscheen, darunter die Reste der unvollendet gebliebenen Hassan-Moschee (12. Jahrhundert), die Mitte des 18. Jahrhunderts durch ein Erdbeben weitgehend zerstört wurde. Erhalten blieb das als Hassan-Turm bezeichnete 44 Meter hohe Minarett. Am südlichen Ende dieser Anlage wurde das Mausoleum für Mohammed V. errichtet. Als eines der bedeutendsten Beispiele der almohadischen Baukunst gilt das Schmucktor der Kasbah des Oudaïa, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Diese Festungsanlage umfasst u. a. eine Moschee, einen ehemaligen Sultanspalast und eine Teppichknüpfschule.
An der Stelle der ursprünglichen Siedlung aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Araber im 10. Jahrhundert südlich des Bou Regreg einen Militärstützpunkt (arabisch: ribat), der im 12. Jahrhundert von den Almohaden zu einer gewaltigen Kasbah ausgebaut wurde. Salé wurde im 11. Jahrhundert am gegenüberliegenden Ufer des Flusses angelegt. Einen bedeutenden Aufschwung erlebte die Region zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als sich hier aus Andalusien vertriebene Mauren niederließen. Die heutige Bedeutung der Stadt lässt sich auf das Jahr 1912 zurückführen, als sie zur Hauptstadt des französischen Schutzgebiets Marokko ernannt wurde. Auch nach der Unabhängigkeit 1956 blieb Rabat Landeshauptstadt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,76 Millionen in der Agglomeration.
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